360cam: Rundum-Panorama-Kamera für Oculus Rift

Supergeil !6
360cam
360cam(© 2014 360cam)

Computergenerierte Bilder für die Oculus Rift sind noch weit weg von dem, was wir tatsächlich in der Wirklichkeit  sehen. Das Hauptproblem ist hauptsächlich die Kameratechnik, die oft an 360-Grad-Panorama-Bildern scheitert. Einzig Panono kann aktuell solche Rundumbilder schießen, aber der Kamera fehlt die Videoaufzeichnugsfunktion in 360-Grad-Optik. In diese Bresche stößt das Kickstarter-Projekt 360cam von Giroptic.

Die 360cam erinnert äußerlich an eine Birne, auf dessen Oberseite drei Kameras mit Fisheye-Objektiven sitzen. Die einzelnen Fotos und Videos der drei Kameras werden schon in der Kamera zu 360-Grad-Bildern oder -Videos zusammengebaut. Es ist also keine Nachbearbeitung am PC oder Mac von Nöten.

Gespeichert werden die Panorama-Bilder und -Videos auf einer MicroSD-Karte oder können direkt per WLAN (802.11 b/g/n) an das Smartphone geschickt werden. Im kleinen Gehäuse stecken auch noch ein Gyroskop zur Bildstabilisierung, drei Mikrofone zur Tonaufzeichnung und ein Akku. Die Kamera wiegt nur 180 Gramm und ist wasserdicht. Um die Objektive besser zu schützen, gibt es noch eine kleine Schutzbrille.

Die 360cam ist eine Rundum-sorglos-Kamera für 360-Grad -Bilder und -Videos

Mit 8 Megapixeln zählen die Bilder sicher nicht zu den hochauflösenden, aber dafür erhält man eben eine Rundumsicht. Natürlich haben die Entwickler auch daran gedacht, eine Serienbild-, Zeitraffer- und Selbstauslöser-Funktion zu integrieren. Videos zeichnet die 360cam mit einer Auflösung von 2.048 x 1024 Pixel bei 25 oder 30 Frames pro Sekunde auf.

Software zum Betrachten benötigt 

Zwar ist keine Software zur Nachbearbeitung der Bilder notwendig, aber zum Betrachten der Bilder schon. Giroptic bietet dafür seinen Player für Windows, OS X sowie iOS und Android an. Die Bilder und Videos sollen sich aber auch in Software von KRpano und Kolor Eyes betrachten lassen.

Einen eigenen Videoplayer für den Desktop soll es auch noch geben. In dem Player ist es dann möglich, per Maus-Bewegung oder Touch-Gesten zu navigieren. Als Bonus lassen sich die Videos auch im Oculus Rift-Videoplayer abspielen.

Ethernet-Anschluss und Lampensockel optional

Die 360cam lässt sich durch Zubehör noch erweitern. Zum einen wird es eine E27-Lampenfassung geben, mit der man die 360cam als Überwachungskamera umfunktionieren kann. Da der Adapter die Kamera auch mit Strom versorgt, kann die 360cam auch für einen längeren Urlaub als Überwachungskamera genutzt werden.

Das zweite optionale Zubehör ist eine Bodenplatte, in der ein Ethernet-Anschluss steckt. Der Einsatzbereich für den Anschluss der Kamera per Ethernet wäre zum Beispiel ein Video-Livestream. Der Netzwerkanschluss versorgt  die Kamera dank Power-over-Ethernet auch gleichzeitig mit Strom, so dass auch ein längeres Konzert in 360-Grad-Optik gestreamt werden kann.

Die Kickstarter Kampagne von Giroptic ist jetzt schon ein Erfolg: Statt der eigentlich veranschlagten 150.000 US-Dollar sind jetzt schon weit über 300.000 US-Dollar eingesammelt worden. Bis zum 4. Juli könnt Ihr Giroptic selbst noch mit einem Beitrag unterstützen. Ausgeliefert wird die 360cam im November 2014 für rund 300 US-Dollar.

Auf der NEXT14 in Berlin konnten wir uns noch eine weitere 360-Grad-Kamera anschauen – lest dazu unseren Artikel oder schaut Euch das Video dazu an:

Weitere Artikel zum Thema
"The Punis­her” ballert ab Mitte Novem­ber auf Netflix
Christoph Lübben
Der Punisher Frank Castle mit Totenkopf-Shirt
Der Startschuss fällt im November: Nun ist das Datum bekannt, ab dem "The Punisher" auf Netflix zu sehen sein wird. Es gibt zudem einen neuen Trailer.
Google Daydream View (2017) im Test: virtu­elle Reali­tät, realer Komfort
Marco Engelien1
Daydream View besteht aus Brille und Controller.
Neue Linsen sollen in Googles neuer Daydream View für größere Blickwinkel und schärfere Bilder sorgen. Dafür kostet sie mehr Geld. Zurecht? Der Test.
Samsung bestä­tigt "Augmen­ted Reality"-Support für Galaxy Note 8
Francis Lido7
Das Galaxy Note 8 wird bald ARCore unterstützen
Samsung und Google arbeiten bei ARCore zusammen: So soll die Plattform für Augmented Reality auf aktuellen Samsung-Flaggschiffen verfügbar werden.