Darum könnte sich 2021 ein neues Android-Handy lohnen

Für das Galaxy S6 (Bild) war nach Android 7.1.1 Schluss mit Updates
Für das Galaxy S6 (Bild) war nach Android 7.1.1 Schluss mit Updates(© 2015 CURVED)

Auf eurem Smartphone läuft zwar eine ältere Android-Version, aber alle Apps funktionieren noch gut? Ihr sagt euch, dass es nicht immer die aktuellste Version sein muss? Das stimmt zwar bis zu einem gewissen Grad: Aber für ältere Android-Geräte könnte es bald Probleme geben.

Viele Geräte könnten etliche Webseiten aufgrund eines fehlenden Zertifikats nicht mehr öffnen, berichtet Android Authority. Das liegt an einem bestimmten Zertifikat, das ab dem 1. September 2021 nicht mehr unterstützt wird. Der Grund: Die Firma Let´s Encrypt ist für Root-Zertifikationen verantwortlich, die dem Nutzer einer Webseite bestätigen, dass die enthaltenen Informationen des Betreibers korrekt sind. Derzeit nutzen viele ältere Smartphones bis Android 7.1.1 das DST Root X3-Zertifikat, das 2021 ausläuft.

Neues Zertifikat ab 2021

Let`s Encrypt setzt ab 2021 hauptsächlich nur noch auf das eigene Root-Zertifikat ISRG Root X1. Dieses findet sich in allen aktuellen Betriebssystemen und Internet-Browsern. Das Zertifikat wird von rund 30 Prozent aller Webseiten genutzt. Das bedeutet, dass ältere Android-Gerät, die von Let`s Crypt nicht mehr unterstützt werden, all diese Seiten nicht mehr ansteuern können.

Betroffen sind vor allem viele Geräte aus 2016 wie zum Beispiel das Samsung Galaxy S6 oder das Sony Xperia Touch. Bei diesen Smartphones war mit Android 7.1.1 Schluss; seitdem gab es keine Updates mehr.

Let`s Encrypt empfiehlt Alternative

Let`s Encrypt empfiehlt aber auch eine Alternative. Da der integrierte Browser eines Android-Smartphones die Liste der vertrauenswürdigen Webseiten aus dem Betriebssystem bekommt, haben ältere Modelle die neuen Zertifikate nicht mehr.

Die Alternative ist also ein Webbrowser, der schon seine eigene Zertifikations-Liste mitbringt. Das ist derzeit nur Firefox. Wer also die neueste Version des Browsers auf seinem Smartphone installiert, hat gute Chancen, noch einige Zeit über den September 2021 hinaus alle Webseiten ohne Probleme ansteuern zu können.

Firefox: Kein Allheilmittel für das Problem

Dennoch löst es nur das Problem mit dem generellen und gezielten Surfen im Internet. Wenn jetzt aber Apps von sich aus Webseiten öffnen möchten, die vielleicht für die Eingabe von Guthaben gebraucht werden, dann bekommen sie gegebenenfalls Probleme mit dem Sicherheitszertifikat. Da für diese Geräte auch viele Sicherheits-Updates fehlen, sollten Nutzer alter Modelle vielleicht doch langsam über ein aktuelleres Smartphone nachdenken. Denn die Sicherheitslücken können in einigen Bereichen gravierend sein.


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