Für das Galaxy S6 hat Samsung viel Lob bekommen. Denn die Koreaner verzichten bei der neuen Gerätegeneration erstmals auf Plastik und verbauen Metall und Glas. Dazu kommt noch ein Top-Display und gute Kameras.

Die neuesten Updates

[Update vom 12. Dezember 2017Während Besitzer des Galaxy S8 nach wie vor auf Android Oreo warten, hat Samsung eine Aktualisierung für das Galaxy S6 für Dezember gestartet. Was das Update alles mit sich bringt, lest ihr hier.

[Update vom 09. März 2017] Das Update auf Android 7.0 Nougat ist da.

Das Galaxy S6 hat von seinem Vorgänger Galaxy S5 nur die Displaygröße und die Auflösung der Kamera übernommen. Das Gehäuse und die übrige Hardware hat Samsung komplett umgekrempelt.

Metall und Glas statt Plaste und Elaste

Samsung nimmt mit dem Galaxy S6 endgültig Abschied von Kunststoff als Werkstoff. Stattdessen kommt ein Rahmen aus Metall und eine Glas-Rückseite zu Einsatz. Materialien, die die Konkurrenz von HTC, Sony oder Apple schon länger verwendet. Im Vergleich zum Galaxy S5 hat das S6 etwas abgenommen und wiegt nur noch 138 Gramm. Es ist mit 143,4 x 70,5 Millimetern etwas länger und schmaler, aber vor allem dünner. Wenn man die leicht hervorstehende Kamera ignoriert, ist es nur 6,8 Millimeter dick und damit 0,1 Millimeter dünner als das iPhone 6.

Unter der Haube ist der Verzicht auf den aktuellen Snapdragon-Prozessor die wichtigste Veränderung. Stattdessen verbaut Samsung den Exynos 7420, dessen acht Rechenkerne je zur Hälfte mit 2,1 und 1,5 Gigahertz getaktet sind. Der kommt aus der hauseigenen Chip-Fabrik und erreicht im Benchmark-Test mit dem ihm zur Seite stehenden drei Gigabyte Arbeitsspeicher und Mali-T760-Grafikchip Spitzenwerte – ohne, wie der Snapdragon 810 im One M9, zum Schutz vor einer Überhitzung gedrosselt werden zu müssen.

Mehr Pixel auf der Vorderseite

Aber auch beim Display und der Kamera gibt es Änderungen zu vermelden. So misst der Touchscreen des Galaxy S6 weiterhin 5,1 Zoll, bietet mit 2560 x 1440 Pixeln eine höhere Auflösung als der Vorgänger. Auch die Kamera behält ihre Auflösung von 16 Megapixeln, wurde nach unserer Wahrnehmung aber trotzdem optimiert und liefert eine bessere Bildqualität als fast alle anderen Smartphones zum Zeitpunkt des Verkaufsstarts im April 2015. Zudem nimmt die Frontkamera jetzt Selfies mit einer Auflösung von fünf Megapixeln auf. Vor einem Jahr reichte es beim Galaxy S5 nur für zwei Megapixel.

Samsung hält beim Galaxy S6 den internen Speicher für ausreichend und hat deswegen die Speichererweiterung per microSD-Karte bei der S-Serie gestrichen. Stattdessen müsst Ihr Euch beim Kauf zwischen Varianten mit 32, 64 oder 128 Gigabyte Speicherplatz entscheiden. Der Akku weist mit 2550 Milliamperestunden eine etwas geringere Kapazität auf, die sich im Alltag aber nicht negativ bemerkbar gemacht hat – zumindest im Vergleich zum Vorgängermodell. Dafür holt er sich mit der neuen Schnellladefunktion in kurzer Zeit viel Energie. Zehn Minuten an der Steckdose sollen mehrere Stunden Laufzeit bringen.

In Sachen Software ist das Galaxy S6 mit Android 6.0.1 Marshmallow auf der Höhe der Zeit. Mit Android 6.0 Marshmallow als Betriebssystem gibt es u.a. Anpassungen der Benutzeroberfläche, der Kameraeinstellungen und Google Now on Tap. Mehr Individualität bei der Benutzeroberfläche bietet nun auch ein Tool für das S6, mit dem sich puristische Themes erstellen lassen. Ende Februar wurde die Veröffentlichung eines Updates bekannt gegeben, mit dem einige Sicherheitslücken geschlossen wurden.  Wie der Entwickler-Modus auf dem Samsung Galaxy S6 aktiviert wird und wie Ihr mit der offiziellen Zusatzsoftware das Galaxy S6 vom Mac oder PC aus steuern könnt, erklären unsere Ratgeber zu dem Thema.

Gebogene Variante: Samsung Galaxy S6 Edge

Zusätzlich zum Galaxy S6 hat Samsung noch das Galaxy S6 Edge vorgestellt, dessen Ausstattung mit seinem Schwestermodell nahezu identisch ist. Einziger Unterschied: Das Display ist an beiden Seiten gebogen. Außerdem ist seit September 2015 ein Bindeglied zwischen der Galaxy S- und Galaxy Note-Reihe erhältlich: Das Samsung Galaxy S6 edge Plus.

Robuster Allrounder: Galaxy S6 Active

Optisch ähnlich, aber weniger empfindlich: Die Outdoor-Version des Samsung Galaxy S6 Active überlebt Stürze aus Hüfthöhe unbeschadet und darf auch mal nass werden. Auch von den technischen Details unterscheidet sich das Active kaum vom großen Bruder.

Preis und Verfügbarkeit

Seit dem 10. April 2015 verkauft Samsung das Galaxy S6. Die unverbindliche Preisempfehlung für die günstigste Variante mit 32 Gigabyte Speicherplatz lag bei 699 Euro. Für die Varianten mit 64 und 128 Gigabyte erhöht sich der Preis jeweils um 100 Euro, sodass sie 799 und 899 Euro kosten.

Für Star-Wars-Fans hat Samsung im Dezember eine auf jeweils 500 Stück limitierte „Galaxy S6 Star Wars Galaxy of Heroes Edition“ angeboten, in der man zwischen der Dark Side Edition und Light Side Edition wählen konnte.