Android-Nutzer laden mehr Apps herunter als iPhone-Besitzer

Unter Android und iOS geben viele Nutzer Geld für In-App-Käufe aus
Unter Android und iOS geben viele Nutzer Geld für In-App-Käufe aus(© 2017 CURVED)

Apps werden für Entwickler offenbar immer lukrativer: Nutzer geben nicht nur mehr Geld für Smartphone-Programme aus, sondern laden auch viel mehr Software herunter als zuvor. Besitzer von Android-Geräten sollen sich sogar mehr Apps auf das Gerät laden, als es iPhone-User tun.

Im Jahr 2017 wurden insgesamt rund 1,8 Milliarden Apps aus dem Google Play Store und dem Apple App Store heruntergeladen, wie Bitkom ausführt. Von diesen Downloads entfallen 65 Prozent auf Android-Nutzer, 35 Prozent der Programme waren demnach für das iPhone und iPad. Allerdings sollte berücksichtigt werden, dass vermutlich ein Großteil der Menschen in Deutschland ein Smartphone mit Googles Betriebssystem nutzt – dann dürfte klar sein, wieso weniger iOS-Apps installiert werden.

Mikrotransaktionen sind beliebt

Anscheinend haben viele Personen hierzulande auch Geld in Apps investiert: Laut dem Marktforschungsunternehmen erwirtschafteten Entwickler 2017 einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro. Gleich 79 Prozent dieser Summe stammt wohl aus In-App-Käufen, wie sie in vielen Anwendungen verfügbar sind. Offenbar sind Mikrotransaktionen also mittlerweile von den Nutzern akzeptiert worden.

Ein unübliches Geschäftsmodell ist das längst nicht mehr: Viele Gratis-Apps und -Spiele bieten euch die Möglichkeit an, weitere Inhalte oder Items gegen kleine Summen zu kaufen – dafür ist eben die Software selbst kostenlos. Für den Kauf von Lootboxen gibt es übrigens zumindest unter iOS nun Richtlinien für den App Store. So könnt ihr besser abschätzen, ob euch der Kauf das Geld wert ist.

Dabei muss berücksichtigt werden, dass Nutzer wohl generell viel mehr Möglichkeiten zum Geld ausgeben haben. Imposant ist nämlich, wie die Anzahl an Apps in den vergangenen Jahren gestiegen ist: Derzeit findet ihr im App Store und Google Play Store offenbar zusammen knapp 6 Millionen Programme, davon 3,4 Millionen für Android und 2,2 Millionen für iOS. 2015 seien es noch insgesamt 3 Millionen Apps gewesen, die ihr in den großen Stores gefunden habt. Ohne Suchfunktion und Kategorien hätten wir in den Stores womöglich schon längst den Überblick verloren.


Weitere Artikel zum Thema
Samsung Gear S3: Smart­watch neustar­ten und zurück­set­zen
Lars Wertgen
Die Samsung Gear S3 (hier als Frontier-Version) lässt sich via Tastenkombination zurücksetzen
Ihr wollt auf eurer Samsung Gear S3 einen Neustart erzwingen oder sie zurücksetzen und alle Daten löschen? Wir erklären, wie euch das gelingt.
CURVED-Cast Folge 32: Top-Smart­pho­nes unter dem Radar
Marco Engelien
Das LG G7 Thinq
Das LG G7 ThinQ und das HTC U12 Plus sind zwei Top-Geräte, die nicht jeder auf dem Zettel hat. Warum das ein Fehler ist, erklären wir im CURVED-Cast.
"West­world": Mobile-Game könnte wieder aus App-Stores verschwin­den
Christoph Lübben
"Westworld" hat angeblich bei "Fallout Shelter" geklaut
Hat "Westworld" bei "Fallout Shelter" geklaut? Beide Mobile-Games stammen vom gleichen Entwickler. Und der soll Teile des Codes wiederverwendet haben.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.