App Store: So sorgt Apple für mehr Datenschutz

Apple schränkt die Zugriffsrechte von App-Entwicklern ein
Apple schränkt die Zugriffsrechte von App-Entwicklern ein(© 2015 CURVED)

Apple schließt eine Hintertür für Entwickler: Ohne die Aktion mit einer großen Ankündigung zu verbinden, hat Apple die Zugriffsrechte von iOS-Apps auf Nutzerdaten eingeschränkt. Dabei geht es vor allem um auf iPhone und iPad gespeicherte Kontakte.

Apple schränkt mit seiner Maßnahme nun eine Praxis ein, die seit Langem von Entwicklern genutzt wird, um an Daten zu gelangen: So kam es mitunter vor, dass iOS- und Android-Apps um die Erlaubnis bitten, auf die gespeicherten Kontakte zugreifen zu dürfen, wie Bloomberg berichtet. Mitunter wurden Nutzer sogar gefragt, ob die so erhobenen Daten geteilt und verkauft werden dürfen. Das Problem: Die betroffenen Kontakte wussten davon nichts.

Zugriffsrechte manuell einschränken

Damit soll nun zumindest unter iOS Schluss sein: Apple verbietet ab sofort, dass Entwickler sich über die Apps auf diese Weise Zugriff auf Kontaktdaten verschaffen. Wer Apps benutzt, denen bereits einmal eine solche Erlaubnis erteilt wurde, kann dies in den "Einstellungen" nachträglich ändern. Allerdings ist es nicht möglich, Entwicklern die auf diese Weise erhaltenen Kontaktdaten wieder zu entziehen.

Im Rahmen der WWDC 2018 hat Apple viele Dinge angekündigt; die nun vorgenommene wichtige Erweiterung des Datenschutzes war auf der Konferenz allerdings kein Thema. Im Rahmen der neuen Datenschutz-Grundverordnung, die in der Europäischen Union gilt, ist nun auch Apple verpflichtet, euch einen Einblick in die Daten zu gewähren, die das Unternehmen über euch gesammelt hat. Zuletzt war vor allem Facebook in den Fokus von Datenschützern geraten, weil das Unternehmen viele Informationen über seine Nutzer mit Dritten geteilt hat – und dafür auch von Apple kritisiert worden.


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