Apple vs. FBI: iPhone eines Terroristen könnte den Streit wiederbeleben

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Das FBI fordert von Apple seit geraumer Zeit eine Hintertür zu iPhones
Das FBI fordert von Apple seit geraumer Zeit eine Hintertür zu iPhones(© 2014 CC: Flickr/jackdean085)

Das FBI will Zugang zu einem gesperrten iPhone – schon wieder: In den letzten Monaten gab es keine neuen Wendungen im Streit zwischen Apple und der US-Behörde – doch nun könnte sich das schlagartig ändern. Wieder geht es um ein Smartphone des Unternehmens, das einem Terroristen gehört haben soll.

Dahit Adan hat im US-Bundesstaat Minnesota 10 Menschen mit einem Messer angegriffen, bevor er von der Polizei erschossen wurde. Der Islamische Staat hat sich über soziale Netzwerke zu dem Anschlag bekannt. Auf einer Pressekonferenz teilte das FBI nun am 6. Oktober 2016 mit, dass es in den Besitz des iPhones von Adan gekommen sei und versuche, an die Daten des Gerätes zu gelangen, berichtet Wired. "Dahir Adans iPhone ist gesperrt", sagte FBI-Agent Rich Thornton. Das FBI untersuche nun, welche legalen und technischen Möglichkeiten es gibt, um an die Daten des Smartphones zu gelangen.

Alter des iPhones entscheidend

Es sei nicht bekannt, um was für ein iPhone es sich in diesem Fall handelt. Dies ist entscheidend dafür, welche Möglichkeiten dem FBI zur Verfügung stehen, um die PIN des Gerätes umgehen zu können. Sollte das Apple-Smartphone nicht älter als zwei Jahre sein, dürfte es für die Behörde schwierig werden: Erst unlängst demonstrierte ein Forscher, wie er relativ einfach Zugang zu einem iPhone 5c erhalten hat. Seine Lösung sei aber auf neuere Geräte nicht anwendbar, da die in aktuelleren iPhones verbaute Hardware seinen Ansatz unterbindet. Auch soll sich mit iOS 8 die Verschlüsselung des Betriebssystemes geändert haben, was einen Zugriff nochmals erschwert. Angeblich soll selbst Apple nicht mehr in der Lage sein, Daten aus entsprechenden Geräten zu extrahieren.

Im Falle des San Bernardino-Attentäters, an dem sich der Streit zwischen dem FBI und Apple vor einigen Monaten entzündet hat, ging es ebenfalls um ein iPhone 5c. Nachdem Apple die Zusammenarbeit mit der Regierungsbehörde verweigert hatte, könnte ein externes Unternehmen beim Knacken des Gerätes geholfen haben – allerdings zu einem Preis, der über 1,2 Millionen Dollar betragen haben soll. Es wird sich zeigen, ob das FBI bereit ist, in dem aktuellen Fall eine ähnliche Summe zu bezahlen. Eine Übersicht zu dem Daten-Dilemma hat Felix für Euch zusammengestellt.


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