Apple vs Gewalt: Waffen-Bilder für App Store ungeeignet

Was hat der denn da in der Hand? Waffendarstellungen im App Store mussten unkenntlich gemacht werden
Was hat der denn da in der Hand? Waffendarstellungen im App Store mussten unkenntlich gemacht werden(© 2015 Warchest Ltd., Cmune, CURVED Montage)

Waffen müssen draußen bleiben: Entwickler berichten, dass Apple offenbar die Richtlinien hinsichtlich Screenshots und Icons im App Store geändert hat. Zahlreiche Bildbeispiele von Spielen flogen kurzerhand wieder raus. Schusswaffen scheinen nun Tabu zu sein, meldet Apple Insider.

Die Vorgehensweise stößt bei Spieleentwicklern auf Unverständnis, da die Umsetzung derzeit übers Ziel hinausschießt. Team Chaos etwa, die Macher des Actiontitels Rooster Teeth vs. Zombiens, berichten, dass sie das Icon für ihr Spiel ändern mussten. Der Grund: Einer der Hauptcharaktere hält darauf eine Pistole in der Hand. Erst nachdem diese gegen einen Knüppel ausgetauscht wurde, war es Apple genehm.

Lightgun wegretuschiert

Allerdings handelte es sich bei der Waffe um einen Zapper, jener Lightgun, die in den Achtzigerjahren für das NES erhältlich war, kurzum: Spielzeug. Andere Teams hingegen setzen auf andere Lösungen: Splash Damage, das Entwicklerteam der militaristischen Sci-Fi-Alienhatz Tempo, verpixelten kurzerhand Waffen, die auf Screenshots zu sehen waren.

Gunslugs 2-Programmierer Pascal Bestebroer zählt auch zu den Betroffenen. Screenshots seines Games wurden allerdings im zweiten Anlauf durchgewunken, da sie dank Pixelart offenbar doch noch im Rahmen waren. Er kann sich das strikte Durchgreifen Apples nur auf eine Weise erklären: Zwar würden manche Apps eine Altersfreigabe ab 12 Jahren besitzen, doch müssten Icons und Screenshots im App Store einer Freigabe ab 4 Jahren entsprechen.

Der Betreiber des App Stores selbst schweigt unterdessen. Jim Dalrymple vom Apple-Fanblog The Loop schreibt jedoch, er habe mit dem Unternehmen gesprochen und die Richtlinien würden inzwischen weit weniger rigoros gehandhabt als zu Anfang. Ob das allerdings ein Ende verpixelter Waffen bedeutet, bleibt vorerst noch unklar.


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