Aus für Meerkat? Twitter plant eigene Live-Video-App

Seit Januar hat Twitter ein Video-Tool, demnächst soll auch das Live-Streaming möglich sein.
Seit Januar hat Twitter ein Video-Tool, demnächst soll auch das Live-Streaming möglich sein.(© 2015 Twitter, CURVED Montage)

Der Hype um die Live-Streaming-App könnte bald beendet sein: Twitter bestätigt die Übernahme des noch geheimen Konkurrenten Periscope und dreht Meerkat deshalb einige Funktionen ab.

Twitter-App noch in der Beta-Phase

Meerkat hat Twitter innerhalb weniger Tage erobert, dem Live-Streaming-Phänomen droht jedoch ein frühes Ende: Twitter bestätigt jetzt die Gerüchte, den Mitbewerber Periscope übernommen zu haben.

Berichte, dass der Microblogging-Dienst die Live-Streaming-App zukauft, tauchten bereits vor einer Woche auf. Über einen Tweet bestätigte das Unternehmen die Akquisition des Startups. Im Gegensatz zu Meerkat ist Periscope noch im Beta-Status und noch nicht öffentlich zugänglich. Den offiziellen Launch-Termin verraten die beiden Partner noch nicht. Twitter-Mitgründer Jack Dorsey macht aber bereits Stimmung für die App und schreibt in einem Tweet: "Das verändert alles!".

Meerkat wird der Hahn abgedreht

Veränderung bringt der Deal jedenfalls für die unabhängige Live-Streaming-App Meerkat. Twitter dreht dem Konkurrenten den Hahn ab - nämlich den zum Social Graph, dem Zugriff auf die Nutzerkonten. Für Meerkat heißt das, dass die App neuen Usern künftig keine Verbindung mehr zu deren Twitter-Followern bieten kann. Die Verbindung zu Twitter hat der Streaming-App ursprünglich zu dem viralen Erfolg geholfen. Denn jedes Mal, wenn ein Stream gestartet wurde, schickte die Anwendung automatisch einen Tweet mit dem Link aus.

Die Verbindung zu Twitter besteht weiterhin, Nutzer müssen sich ihr Netzwerk in Meerkat jedoch künftig selbst aufbauen. Das könnte die Reichweite des Streaming-Dienstes drastisch verringern.


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