Bayerns Polizei rüstet auf – mit neuen iPhones und eigenem Messenger

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Bayerns Polizei hat bald in jedem Streifenwagen ein iPhone
Bayerns Polizei hat bald in jedem Streifenwagen ein iPhone(© 2016 CURVED)

Upgrade für die Polizei Bayern: Die Beamten erhalten demnächst neue iPhones für den Dienst. Auch ein eigener Messenger ist in Arbeit, über den wichtige Informationen und Inhalte schnell untereinander ausgetauscht werden können.

Vor knapp einem Jahr fand im Münchener Olympia-Einkaufszentrum ein Amoklauf statt. Gerade in dieser Situation ist jedoch das Funknetz der Polizei ausgefallen, wie die Welt berichtet. Demnach sollen die Beamten ihre Kollegen über Messenger wie WhatsApp informiert haben – bis das Netz rund um den Tatort zusammengebrochen ist. Offenbar ist Bayern demnächst für solche Vorfälle gewappnet: Ein Polizei-Messenger wird entwickelt, der den schnellen und sicheren Austausch ermöglichen soll, sofern das Mobilfunknetz nicht überlastet ist.

Kein Ersatz für das Funknetz

Über den Polizei-Messenger sollen die Beamten zum Beispiel Bilder von Tatorten oder Tätern schnell untereinander austauschen können. Für Datenübertragungen in dieser Größenordnung sei das digitale Funknetz selbst zu langsam. Die App soll rund 3,7 Millionen Euro kosten, genutzt wird das Programm "Teamwire". Über Gruppen-Chats kommunizieren die Polizisten dann miteinander, insgesamt sei das System sicher und zuverlässig.

Offenbar handelt es sich um eine Anwendung für iOS: Zur Nutzung des Messengers sollen die Polizeiverbände mit iPhones ausgestattet werden. Etwa 2800 Geräte werden bis Ende 2017 angeschafft. Im Laufe des Jahres 2018 soll dann jeder Dienstwagen mit einem Apple-Gerät ausgestattet werden. Die Polizei habe sich aufgrund der hohen Sicherheit für iOS entschieden. Welches iPhone-Modell zum Einsatz kommt, geht aus dem Bericht nicht hervor.

Trotz neuem Messenger und iPhone soll der digitale Polizeifunk aber nicht in Rente geschickt werden: Die neue Technologie sei eher eine Ergänzung und keine Ablösung. Sprachübertragungen sollen immer noch via Funk stattfinden. Wenn sich die Dienst-Smartphones und -Chats im Alltag der Beamten bewähren, ist es denkbar, dass auch weitere Bundesländer damit ausgestattet werden.


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