Commodore-Smartphone angekündigt – Neuer Mini-"Brotkasten"?

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Das Commodore PET enthält bereits Emulatoren für C64 und Amiga
Das Commodore PET enthält bereits Emulatoren für C64 und Amiga(© 2015 Wired)

Commodore ist wieder da: Italiener wollen das Label des einstigen C64-Herstellers mit einem Android-Smartphone namens "PET" wiederbeleben. Auch dieser Name dürfte den Computer-Veteranen unter Euch bekannt sein.

Vom Commodore PET-Smartphone sollen bereit erste Prototypen fertiggestellt sein, wie das Magazin Wired berichtet. Das Mobiltelefon kommt mit einem besonderen Leckerbissen für alle Nostalgiker unter Euch: Mithilfe zweier Emulatoren könnt Ihr Spiele und Programme der Retro-Rechner C64 und Amiga starten.

Mittelklasse-Androide mit Retro-Charme

Beim nun entwickelten Commodore PET-Smartphone handelt es sich um gewöhnliche Android-Hausmannskost: In einem weißen Polycarbonat-Gehäuse mit stabilem Aluminium-Rahmen steckt ein 5,5 Zoll-Display mit Gorilla Glass 3 und Full-HD-Auflösung (1920 x 1080 Pixel). Im Innern arbeitet ein Achtkern-Mediatek-Prozessor (64 Bit) mit der Taktung von 1,7 GHz, der eine Grafikeinheit vom Typ ARM Mali T760 mitbringt. Der Akku hat eine Kapazität von 3000 mAh, was für genügend Laufzeit sorgen sollte. Die rückseitige Kamera knipst Bilder mit 13 MP, während auf der Front ein 8-MP-Modul verbaut ist. Das LTE-Smartphone bietet zwei SIM-Schächte und läuft mit Android 5.0 Lollipop.

Bereits in den kommenden Wochen soll das Commodore PET-Smartphone mit vorinstallierten Emulatoren für Amiga und C64  auch in Deutschland erhältlich sein. Für die günstigere Version mit 2 GB RAM und 16 GB Flash-Speicher sind etwa 275 Euro fällig, wobei die teurere Version mit 3 GB RAM und 32 GB Flash voraussichtlich für knapp 332 Euro zu haben sein wird. Beiden Modellen soll zusätzlich eine microSD-Karte mit 32 GB Kapazität beiliegen.

Commodore wechselte häufig den Besitzer

Beim Namen "PET" bedienen sich die Hersteller der wechselvollen Geschichte des traditionsreichen Computer-Unternehmens: Immerhin handelt es sich um einen der ersten Desktop-Rechner, den Commodore unter der Bezeichnung "Personal Electronic Transactor" oder abgekürzt "PET" 1977 auf den Markt brachte. Das war sogar noch lange bevor Commodore seinen C64 – den sogenannten Brotkasten – mit gerade mal 64 Kilobyte Speicher entwickelte und millionenfach verkaufte.

Doch der Erfolg währte nicht ewig: 1994 meldete das Unternehmen Konkurs an. Danach wechselte der Markenname Commodore mehrfach den Besitzer. Zuletzt verkaufte die Firma Commodore USA sogar eine aufgefrischte Version des C64 mit Namen C64x mit PC-Hardware im Innern. Doch 2013 war auch damit Schluss, sodass sich nun italienische Unternehmer den Markennamen für über 50 Länder sichern konnten – darunter auch Großbritannien, Deutschland und die USA.


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