CURVED/labs: Wären Ericsson und Nokia "smart" gewesen

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Was wäre wenn: Ericssons T28 und Nokias 3310 als Smartphones
Was wäre wenn: Ericssons T28 und Nokias 3310 als Smartphones(© 2014 CURVED)

CURVED/labs schaut nicht nur in die Zukunft, sondern ab und an auch zurück — zum Beispiel auf die Jahrtausendwende: Wie hätten eigentlich Smartphones ausgesehen, wenn sie damals von den Big Playern Ericsson und Nokia entwickelt worden wären? 

(For an English version please scroll down.)

Das Ericsson T28 und Nokias 3310 sind legendäre Mobiltelefone, die sich zu ihren Tagen millionenfach verkauft haben. Heute rufen diese High Tech-Geräte von einst oft nur ein nostalgisches Lächeln hervor und lassen uns in Erinnerungen an die Anfänge mobiler Kommunikation schwelgen.

Für alle, die schon nicht mehr wissen, was denn überhaupt ein Handy ist: Damals, in den Neunzigern, waren Ericsson und Nokia die größten und erfolgreichsten Hersteller von Handys auf dem Planeten. Apple und Samsung fischten in diesen Tagen noch in ganz anderen Gewässern: Apple befand sich damals nach der Rückkehr von Steve Jobs mit den ersten iMacs im Turnaround-Modus,  während Samsung in der IT-Branche eher durch die Massenproduktion von Chipsätzen ein Begriff war.

Ericsson ging 2001 eine fruchtbare Partnerschaft mit Sony ein und bescherte uns in der Folge mit der K-Serie ein paar der attraktivsten und vor allem hinsichtlich ihrer Kameras besten Feature-Phones.

Den Trend verschlafen

Erst sehr spät, im Jahr 2007, stellte Apple mit dem iPhone dann die Handywelt auf den Kopf. Und während sich im Fahrtwasser der Revolution aus Cupertino vor allem Samsung, LG und auch HTC mit eigenen Touch-fähigen und smarten Modellen etablieren konnten, verschliefen die einstigen Marktführer Nokia und Ericsson den sich abzeichnenden Trend komplett.

CURVED/labs hat den nun etwas verwegenen Versuch gestartet, die Geschichte dieser Handys (endlich  darf dieses Wort mal wieder geschrieben werden) und des Smartphones umzuschreiben — wie hätte es ausgesehen, wenn die beiden Handy-Urgesteine schon zur Jahrtausendwende Smartphones entwickelt hätten? Wir präsentieren: ein smartes Ericsson T28 mit Android OS und ein Nokia 3310 mit Windows Phone-OS, großem Monochrom-Display und im aktuellen Lumia-Look.

Statt eines überflüssigen Tastenfeldes würde der Screen des T28 nach unten verlängert. So bietet er ordentlich Platz für Apps, Widgets und die Navigationsleiste des Android OS. Die durch die Frontklappe erforderliche Krümmung im Display ließe sich mit gebogenem Glas realisieren. Der obere Teil des Screens zeigt im zugeklappten Zustand des T28 Uhrzeit, Datum und Akkustand an. Natürlich darf auch die Selfie-Kamera auf der Front nicht fehlen.

Nokias 3310 wäre in der weiterentwickelten Version in zwei Modellen denkbar: Einmal mit großem, geschwungenen Monochrom-Display oder mit Farbdisplay und den typischen Lumia-Look. Beide Modelle haben die für die aktuelle Nokia-Serie typische große Kamera-Einheit auf der Rückseite, in diesem Fall das 41 Mega-Pixel-Modul. Außen ganz Old School, innen High-Tech.

Was haltet Ihr von den smarten Versionen des T28 und des 3310? Hätten diese beiden Geräte Euch schon vor 15 Jahren auf den Smartphone-Zug aufspringen lassen? Oder musste wirklich erst das iPhone kommen, um diese Technik zu etablieren?

English Version:

CURVED/labs does not only look into the future of gadgets, but sometimes also back — today to the turn of the millennium. How would have smartphones looked like if the big players of that era, Ericsson and Nokia, had developed them?

The Ericsson T28 and Nokia's 3310 are legendary mobile phones, that were sold million times. Today those high tech models from the past only evoke nostalgic smiles or wistful memories.

For our younger readers out there that might have never used anything beside a smartphone: Once, in the late nineties of the  last century, Ericsson and Nokia were the planet's biggest and most successful manufacturers of mobile phones. Apple and Samsung had not entered the mobile market those days: Apple, in the middle of a turnaround by Steve Jobs, was still mainly focused on the computer market with its successful iMac line-up , while Samsung was rather known for their chipsets and memory modules.

Meanwhile in 2001, Ericsson entered a successful partnership with Sony that gave us some of the best-looking and most advanced phones (especially regarding their camera) of that time  in form of their K-series devices.

Missed the trend

It was only very late, in the year 2007, that Apple managed to turn the mobile world upside down with the launch of  the iPhone. And while companies like Samsung, LG and HTC in the wake of this revolution managed to establish themselves in this business with touch-enabled and smart devices of their own, the former market leaders Nokia and Ericsson totally missed the new emerging smartphone trend.

We asked ourselves: what if? Therefore, CURVED/labs tries to rewrite the history of the cellphone and the smartphone: We imagined, how the first Nokia and Ericsson smartphones what have looked like if these two mobile veterans hat created the devices around the turn of the millennium. We present: a smart Ericsson T28 with Android OS and a Nokia 3310 with Windows Phone OS, huge monochrome display and fancy Lumia looks!

Instead of the superfluous keypad we extended the T28's screen downwards. Now it gives enough space for apps, widgets and the established navigation bar of the Android OS. The display's curvature, made necessary by the front cover, is made possible by the use of flexible display glass. And the upper half of the screen shows the time, date and battery status when the cover is closed. Naturally, there is a front camera for the inevitable selfie now and then.

We re-imagined Nokia's 3310 in two versions: once with a gigantic, curved monochrome display and another one with a color screen and the looks of current Lumia devies. Both models carry Nokia's now characteristic huge camera unit on their backs, in our case it contains of course the top-notch 41 megapixel-module.

So, what's your opinion about these smart versions of the T28 and the 3310? Would these devices have convinced you 15 years ago, to use a smartphone? Or was the iPhone ultimately the necessary device to get this party going?


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