Der perfekte Androide: Google denkt über eigenes Smartphone nach

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Die Smartphones Nexus 5X und Nexus 6P entstanden in Kooperation mit LG und Huawei.
Die Smartphones Nexus 5X und Nexus 6P entstanden in Kooperation mit LG und Huawei.(© 2015 CURVED)

Erst gab es Gerüchte über ein neues Betriebssystem, dann interessierte sich Google für Chips. Nun soll das Unternehmen über ein eigenes Smartphones nachdenken. Geht da was?

Das Nexus 6P ist ein tolles Smartphone: schneller Chip, tolles Display, schickes Design - das passt. Eigentlich ist es an dieser Stelle aber nicht vollends richtig, vom Google-Phone zu sprechen. Google liefert zwar die Software und hat auch beim Design mehr als nur ein Wörtchen mitzureden, doch gefertigt hat das Gerät Huawei. Laut 9to5Google liegt da der Knackpunkt. Den Entwicklern geht der Einfluss auf die Fertigung nicht mehr weit genug. Intern diskutiere man gerade, ein eigenes Smartphone herzustellen.

Zwei Meldungen aus den vergangenen Wochen sprechen dafür: Zum einen sollen Chrome OS und Android bis 2017 zu einem System vereint werden, zum anderen interessiert sich Google offenbar für die Herstellung eigener SoCs. Warum sollte man also ein eigenes Smartphone nicht mit beiden ausstatten? Ein weiterer guter Grund: Google baut bereits tolle Hardware. Mit den beiden Chromebook-Pixel-Ausgaben sind dem Unternehmen echte Notebook-Schmuckstücke gelungen. Auch das Android-Tablet Pixel C ist eine Eigenkreation von Google, die Lust auf mehr macht. Und überhaupt: Ein Android-Smartphone, bei dem Technik und Betriebssystem vernünftig aufeinander abgestimmt sind, quasi Apple-Performance mit einem Android-Gerät, das klingt doch traumhaft, oder?

Das Pixel C ist Googles erstes Android-Tablet aus eigener Herstellung.(© 2015 Google)

Gründe, die gegen ein Google-Phone sprechen

Allerdings solltet Ihr Euch jetzt nicht zu früh freuen. Denn mit einem eigenen Gerät würde das Unternehmen zum Beispiel sämtliche Android-Partner, etwa Samsung, verärgern. Die Südkoreaner bauen die beliebtesten Android-Smartphones und haben schon mehr als einmal laut darüber nachgedacht, aus dem Android-Markt auszusteigen und künftig nur noch aufs eigene System Tizen zu setzen.

Dazu kommt, dass Google mit der Übernahme von Motorola versucht hat, selbst ins Smartphone-Geschäft einzusteigen. Schon der Deal kam bei den Android-Partnern nicht sonderlich gut an. Unter der Fahne von Mountain View sind Motorola mit den günstigen Moto-G-Geräten dann zwar durchaus Kassenschlager gelungen, der ganz große Durchbruch blieb aber aus. Gerüchten zufolge hätten beide Unternehmen außerdem mehr schlecht als recht miteinander kommunziert. Es folgte der Verkauf an Lenovo. Vielleicht hat Google aus der Geschichte aber auch die richtigen Lehren gezogen. Das Zeug dazu, ein richtig gutes Smartphone hinzulegen, hat das Unternehmen auf jeden Fall.


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