Die besten Tablets 2014: Das sind unsere Favoriten

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Ein bunter Blumenstrauß an Tablets
Ein bunter Blumenstrauß an Tablets(© 2014 CURVED Montage)

Die ganz große Aufbruchstimmung herrschte 2014 im Tablet-Lager nicht mehr, von Katerstimmung war aber ebenfalls keine Spur: Diverse Neuvorstellung bescherten uns die verschiedenen Hersteller — und auch wenn die meisten Geräte eher Evolutionen bisheriger Modelle darstellten, so führte dies im Ergebnis zu ein paar ganz ausgezeichneten Geräten. Ein paar Exemplare konnten darüber hinaus durchaus mit innovativen Ideen und Konzepten überzeugen. Aus diesem bunten Blumenstrauß an Tablets haben wir unsere Lieblinge des Jahres gekürt, die wir Euch im Folgenden vorstellen.

Bevor Ihr unten von all unseren Tablet-Lieblingen im Detail lest, hier noch ein Rückblick auf die Highlights des Jahres in Videoform:

Das Besondere: Google/HTC Nexus 9

Es hätte so schön sein können, wären da nicht ein paar ärgerliche, nein, peinliche Qualitätsmängel gewesen: Das Nexus 9 leidet aktuell vielfach an seltsam ausgeleuchteten Display und schlampig montierten Rückabdeckungen.

Dennoch findet es einen Platz in unserer Hitliste — wir steigen mit Googles Referenzgerät ein, weil es in der Konzeption ein tolles und einzigartiges Tablet ist: 8,9 Zoll im 4:3-Format gab es in der Android-Welt bislang nicht, das Nexus 9 ist dank zweikernigem 64-Bit-Prozessor von Nvidia bestens auf Android 5.0 Lollipop angepasst, es bietet dank ebendiesem Tegra K1-SoC massig Leistung und sieht an sich, dank typischem Nexus-Understatment, auch ziemlich schick aus. Frontlautsprecher und die vom iPad bekannte QXGA-Auflösung gibt es ab 389 Euro obendrauf. Wenn nun auch noch die Verarbeitungs-Qualität in den kommenden Chargen passt, dann dürfte Ihr Euch das Nexus 9 auch ein paar Plätze weiter vorne denken ...

Das Clevere: Lenovo Yoga Tablet 2 Pro

Ist es ein Fernseher? Ist es ein Monitor? Ist es ein Beamer? Nein — es ist Supergro ... äh, das Lenovo Yoga Tablet 2 Pro! Weniger zum "in der Hand Halten" und mitnehmen als viel mehr zum Aufstellen, Aufhängen oder eben zum Projizieren gedacht, ist Lenovos großer 13 Zoller das ideale Familien-Multimedia-Wohnungs-Tablet. Dank großem QHD-Display sehen Inhalte gestochen scharf aus, mittels durchdachtem Standfuß kann das Gerät sehr flexibel positioniert werden, und mit dem integrierten 720p-Beamer sind tatsächlich richtige Filmabende auf einer 50 Zoll-"Leinwand" realisierbar. Mit den integrierten 32 GB Speicherplatz, dem micro SD-Kartenslot und der USB-OTG-Fähigkeit bietet das Yoga Tablet 2 Pro auch ausreichend Platz und Anschlussmöglichkeiten für entsprechende Inhalte zum Beamen.

Negativ fällt eigentlich nur die etwas magere Leistung sowie das damit verbundene hakelige UI auf. Für rund 500 Euro ist das Yoga Tablet 2 Pro jedenfalls ein toller Allrounder, für alle, die viel Screen und weniger Mobilität benötigen.

Der Klassiker: Sony Xperia Z2 Tablet

10 Zoll für die Badewanne: Sonys Xperia Z2 Tablet ist wie von den Japanern gewohnt wasserdicht, bietet Frontlautsprecher und kommt mit Full HD-Auflösung und Snapdragon 801-Chipsatz — die letzten beiden Punkte entsprechen mittlerweile, zum Ende des Jahres 2014 nicht mehr ganz dem Gold-Standard in der (Android-)Tablet-Sphäre, reichen für intensives Gaming und Medienkonsum aber nach wie vor voll und ganz aus.

Und weil das Z2 Tablet, das jüngst gar von der European Imaging and Sound Association (EISA) zum Tablet des Jahres gekürt wurde, schon ein paar Monate auf dem Buckel hat, gibt es das 16 GB-Modell zwischenzeitlich auch schon für 400 Euro; für die Variante mit 32 GB werden rund 450 Euro fällig und wer LTE möchte, muss bei 550 Euro schon etwas tiefer in die Tasche greifen.

Viel Bling, viel Leistung: Samsung Galaxy Tab S

Schluss mit dem undurchsichtigen Tablet-Dschungel aus Tabs und Notes, durch den uns die Koreaner in den Vorjahren haben irren lassen. 2014 konsolidiert Samsung zunächst sein Tablet-Portfolio und stellt lediglich die beiden Galaxy Tabs S 8.4 und 10.5 vor. Deren Formfaktor klingt zunächst ungewöhnlich, im Grunde handelt es ich bei den Geräten aber um 10 Zoll- und 8 Zoll-Tablet; und zwar jeweils ganz ausgezeichnete Exemplare.

6,6 Millimeter dünn, 298 Gramm respektive 476 Gramm leicht, schickes, wenn auch etwas protziges Design und dank vierkernigem Exynos 5420 Leistung en masse. Der AMOLED-Screen mit satten 2560 mal 1600 Bildpunkten komplettiert seinerseits den High End-Eindruck der Tabs S. Knapp unter 400 Euro bis etwas mehr als 500 Euro muss der geneigte Käufer dafür allerdings auf den Tisch legen, je nach gewünschter Displaygröße und Konnektivität — nicht wenig, aber angesichts der verbauten Technik und des schicken Gewandes durchaus angemessen.

Das Badewannen-Tablet: Sony Xperia Z3 Tablet Compact

Abermals ein wenig unter dem Radar der ganz großen Aufmerksamkeit  flog Sony auch in der zweiten Hälfte 2014 wieder mehrere gute Smartphones und das Z3 Tablet Compact zur IFA 2014 ein: Der 8 Zoller macht seinem Namen alle Ehre und ist mit 6,4 Millimetern fast so dünn wie Apples iPad Air 2 und mit sage und schreibe 270 Gramm sogar deutlich leichter als sämtliche iPad minis.

Dazu kommt die für sommerliche Ausflüge an den See oder ans Meer ebenso wie winterliche Badewannen-Sitzungen ungemein praktische Wasserdichte des schnellen Snapdragon 801-Gerätes. Ab 379 Euro UVP für das 16 GB-Modell geht es los, wer unterwegs Internet per LTE genießen möchte, muss noch einmal knapp hundert Euro drauflegen. Nicht ganz günstig also, die Sony-Flunder. Dafür aber eben leicht, kompakt, leistungsstark und wasserdicht.

Das günstige Schicke: ASUS MeMO Pad 572

Mit dem Nexus 7 (2013) haben die Taiwaner von ASUS im vergangenen Jahr im Auftrag von Google einen Maßstab für 7 Zoll-Tablets gesetzt, mit dem MeMO Pad 572 haben sie in diesem Jahr einen günstigen Nachfolger im Geiste gelauncht.

Das Design im Look einer Damenhandtasche dürfte die Geister spalten, das Full HD-Display und auch die Performance des 64-Bit-fähigen Intel Atom Z3560-Chipsatzes suchen in der Preisklasse unter 200 Euro ihresgleichen. Wer kein Nexus 7 (2014) mehr abbekommen hat, aber einen 7 Zoller sucht, der ihm ein ähnliches Nutzungserlebnis garantiert, dabei aber nicht viel Geld ausgegen möchte, der greift zur ASUS-Clutch.

Der Preis-Leistungs-Hit: Xiaomi MiPad

Für manche ist es eine dreiste Kopie des iPad mini, für andere ein Tablet, das beweist, dass wertige Verarbeitung, ein hochauflösendes Display und Leistung satt auch für unter 300 Euro zu haben sind: Xiaomis Mi Pad bietet auf 7,9 Zoll eine Retina-Auflösung von 2.056 x 1536 Pixeln, begeistert mit Tegra K1-Power unter der Haube und sieht aus, wie ein Mix aus iPad mini und einem zu groß geratenen iPhone 5C. Ob Euch letzteres gefällt, ist zwar Geschmackssache, beim hierzulande über Importeure fälligen Preis von rund 285 Euro aber, bleibt das MiPad in Sachen Wertigkeit nichts schuldig.

Nicht gefallen könnte manchem Android-Fan das ebenfalls an Apples Benutzeroberfläche angelehnte MIUI, das ohne App Drawer daherkommt und derzeit nicht offiziell sondern Community-basiert ins Deutsche übersetzt wird.

Das Dünnste: Apple iPad Air 2

Gelungenes Update eines der ohnehin schon besten Tablets am Markt: Das iPad Air 2 ist mit 6,1 Millimetern noch einmal deutlich schlanker als sein Vorgänger, bietet nun auch Touch ID und wird vom gleichen A8X-Chipsatz befeuert – wie iPhone 6 und 6 Plus. Ansonsten bleibt fast alles beim guten Alten, die Detail-Verbesserungen (oder an einigen Stellen auch minimalen Verschlechterungen, wie zum Beispiel bei der Akkukapazität) fallen nicht soweit ins Gewicht, dass sie das iPad revolutionieren würden.

Und das ist auch gut so: Das iPad ist das meistverkaufte und für viele auch beste Tablet aller Zeiten — als Air 2 ist es nun noch schlanker, leichter und schneller. Was möchte man mehr?

Das "Alles drin"-Tablet: Nvidia Shield Tablet

Das Shield Tablet hat uns alle begeistert: Selbst die eingefleischten Apple-Fans in der Redaktion erkannten neidlos an, dass Nvidia mit diesem 8 Zoller den Tablet-Gedanken weiter und möglicherweise sogar auf eine neue Stufe geführt hat.

Denn für 299 Euro (16 GB, WLAN) respektive 379 Euro (32 GB und LTE) erhaltet Ihr nicht nur einen zwar nicht übermäßig schön, aber zweckmäßig und robust verpacktes Tablet mit Full HD-Display, nach vorne gerichteten Frontlautsprechern, micro SD-Kartenslot, einem zusätzlichen Stylus, Leistung satt dank Tegra K1-Chipsatz mit 192-kerniger Kepler-GPU, und inzwischen sogar schon Android 5.0 Lollipop — sondern auch gleich eine mobile Spielkonsole vom Feinsten: Via integriertem HDMI-Port kann das Shield an den großen TV angeschlossen werden, und dann bequem mit dem optionalen WLAN-Gamepad (59 Euro) im Konsolen-Modus bedient werden.

Mehr noch: Dank GRID-Cloud Gaming könnt Ihr so PC-Titel vom Schlage eines Batman Arkham City auf das Tablet streamen, mit der integrierten Twitch- sowie der Screen Recording-Funktion lassen sich im Handumdrehen Let's Play-Videos erstellen und wer möchte, erfreut sich auch offline an den tollen, Shield-exklusiven Portierungen von Half-Life 2 und Portal.

Außer Konkurrenz: Microsoft Surface 3 Pro

Aus zwei Gründen passte das Microsoft Surface 3 Pro nicht so ganz in unsere Hitparade und bekommt deswegen "nur" eine gesonderte Nennung zum Schluss: Zum einen bewegt es sich mit einem Basispreis von 799 Euro eher in Laptop-Bereichen, zum anderen ist es auch in Sachen Leistung und Ausstattung dort anzusiedeln.

Aber eben als Beweis dafür, dass ein Tablet im Zusammenspiel mit einem darauf ausgerichteten OS (auch wenn Windows 8.1 noch nicht ganz an diesem Ziel angekommen ist) und einer optionalen Tastatur auch eine produktive, leistungsstarke Alternative zu einem Ultrabook darstellen kann.


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