Mit sechs Teraflops: Die Xbox One Project Scorpio ist ein 4K-Gaming-Monster

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XBox Project Scorpio
XBox Project Scorpio(© 2017 Youtube/Xbox)

Um sich auf der E3 im Juni ausschließlich der Software zu widmen, ließ Microsoft "Digital Foundry", die Techniksparte der Webseite Eurogamer, vorab einen exklusiven Blick auf die Hardware des Konsolen-Updates werfen – jedoch nicht auf die Konsole selbst.

Digital Foundry sind Experten auf ihrem Gebiet. Ihre technischen Analysen sind fundiert und sachlich. Bei ihnen geht es nicht um Hype oder gefühlte Wahrheiten, sondern schlichte Tatsachen. Insofern passt es, dass sie einen sachlichen Einblick in die Architektur der Xbox Scorpio bekommen haben.

Leistungsstarke Rechenmaschine

Sprechen wir den Elefanten im Raum gleich zu Beginn an: In der knapp 15-minütigen Video-Analyse geht es ausschließlich um die Hardware der Xbox One Project Scorpio. Richard Leadbetter von Digital Foundry hat weder den finalen Namen, noch den Preis oder das Design der Konsole in Erfahrung bringen können – ausgehend von der Hardware rechnet er aber mit einem Preis von ungefähr 499 US-Dollar. Abgesehen von einer Tech-Demo zu "Forza Motorsport 6", die mit der neuen Hardware lief, hat Microsoft ihm keine Spiele gezeigt. Auch "Virtual Reality" kam nicht zur Sprache.

Richard Leadbetter zufolge habe die Portierung der Forza-6-Engine auf die Scorpio lediglich zwei Tage gedauert. Die Tech-Demo lief in einer 4K-Auflösung bei stabilen 60 Bildern pro Sekunde. Selbst bei maximaler Anzahl der gleichzeitig darstellbaren Fahrzeuge lief die GPU nur mit 70 Prozent Auslastung. Ergo werden 1080p-fähige Xbox-One-Spiele in nativem 4K bei 60 fps auf der Scorpio laufen. Microsoft arbeite zudem daran auch 900p-Spiele in natives 4K zu übertragen.

Die Hardware-Daten der Project Scorpio im Überblick:

  • 6 Teraflops Rechenleistung (Xbox One: 1,31/ PS4 Pro: 4,2)
  • GPU: 40 Recheneinheiten (1172 MHz) (Xbox One: 12, 853 MHz/ PS4 Pro: 36, 911 MHz)
  • 12 Gigabyte GDDR5 Grafikspeicher
  • CPU-Architektur auf Basis eines modifizierter AMD-Jaguar-Chips (x86)
  • 8 Kerne mit 2,3 GigaHertz (Xbox One: 8 Kerne mit 1,75 GHz/ PS4 Pro: 8 Kerne mit 2,1 GHz)
  • 4K-Blu-ray-Laufwerk
  • Verbautes Netzteil

Abwärtskompatibel zu alten Spielen

Mit der Project Scorpio will Microsoft ihrer eigenen Aussage nach “die leistungsstärkste Konsole aller Zeiten” (sic!) ins Rennen um die Gunst des Spielers schicken. Erste Details nannte Microsoft bereits 2016 während seiner Pressekonferenz auf der Videospielmesse E3, die meisten davon hat Richard Leadbetter in seiner Analyse nun bestätigt.

Wie die PS4 Pro wird auch die Scorpio abwärtskompatibel sein, ergo wird sie keine exklusiven Titel erhalten, die speziell für die Hardware entwickelt worden sind. Gut möglich, dass es stattdessen ebenfalls einen “Boost Mode” geben wird. Die PS4 Pro ist durch diesen Modus in der Lage, Spiele mit höherer Framerate laufen zu lassen, die nicht vom Entwickler Pro-optimiert worden sind. Wie Sony will Microsoft ein eigenes Ökosystem um ihre drei Xbox-One-Konsolen aufbauen – mit dem PC als Teilzeitpartizipant.

Letzte Details behielt Microsoft zurück. Spannend wird vor allem, welche Spiele zum Start der Scorpio die neue Hardware unterstützen. Die E3 dürfte dahingehend Klarheit bringen. Dort werde Microsoft Mitte Juni 2017 die Konsole erstmals der Öffentlichkeit präsentieren, so Leadbetter.

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