Facebook beobachtet, was Ihr Euch wie lange anguckt – und lernt daraus

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Was Ihr Euch bei Facebook genauer anschaut, will Euch das soziale Netzwerk künftig öfter zeigen
Was Ihr Euch bei Facebook genauer anschaut, will Euch das soziale Netzwerk künftig öfter zeigen(© 2014 Facebook, CURVED Montage)

Der berühmte Facebook-Algorithmus lernt wieder etwas dazu: Neben Euren Klicks auf "Gefällt mir" und "Teilen" sowie Euren Kommentaren analysiert das soziale Netzwerk nun auch, welche Posts Ihr wie lange betrachtet – um Euch darauf basierend die richtigen Beiträge im News Feed zu zeigen.

Die Idee hinter dem Update für den Facebook-Algorithmus ist eigentlich recht naheliegend: Es wird angenommen, dass Ihr nicht gleich alles liked, kommentiert oder teilt, was Euch interessiert. Manche Dinge wollt Ihr Euch vielleicht einfach nur anschauen oder durchlesen, ohne Euren Senf dazuzugeben oder Eure Kontakte anderweitig daran teilhaben zu lassen. Das will Facebook künftig auch erkennen und anerkennen, um Euch auch solche Posts in Zukunft bevorzugt in Eurem News Feed zeigen zu können.

Facebook interessiert, welche Posts Ihr länger betrachtet als andere

Hierzu analysiert Facebook, wie lange Ihr Posts betrachtet und setzt die Zeiten anschließend ins Verhältnis. Einfach gesagt: Wenn Ihr Euch flüchtig durch Euren News Feed scrollt, merkt sich Facebook die Posts, bei denen Ihr hängen bleibt, um sie länger anzuschauen und Euch vielleicht sogar noch durch die Kommentare zu lesen. Diese Betrachtungszeit soll dabei stets mit einem aktuellen Durchschnittswert abgeglichen werden – denn es könnte ja durchaus sein, dass Ihr unterwegs auf dem Smartphone eine schwache Internetverbindung habt, die Euch quasi zwingt, Posts länger auf dem Bildschirm zu behalten.

Das Update des Facebook-Algorithmus ersetzt dessen bisherige Analysen natürlich nicht, sondern ergänzt die bisherigen Bewertungskriterien für Posts. Was Ihr mit "Gefällt mir" markiert, mit Freunden teilt oder kommentiert, fällt weiterhin ins Gewicht. Die neue Betrachtungszeitanalyse wird laut Facebook bereits teilweise verwendet und soll sich nun weiter verbreiten.

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