Facebook Messenger, WhatsApp und Instagram werden eine Nachrichtenplattform

Weg damit !6
Facebook-Chef Mark Zuckerberg will seine Messenger miteinander verbinden.
Facebook-Chef Mark Zuckerberg will seine Messenger miteinander verbinden.(© 2016 Facebook)

Per WhatsApp Nachrichten an einen Instagram-Nutzer schreiben funktioniert bislang nicht, soll aber bald möglich sein. Facebook-Chef Zuckerberg will seine Dienste stärker mit einander verbinden.

Mit dem Facebook Messenger, WhatsApp und Instagram hat das größte soziale Netzwerk der Welt gleich drei Plattformen im Angebot, die insgesamt mehrere Milliarden aktive Nutzer zählen und über die man sich Nachrichten schicken kann. Obwohl sie teilweise überschneidende Funktionen, etwa einen Story-Modus (bei WhatsApp "Status" genannt), bieten, laufen die drei Anwendungen aktuell bis auf wenige Ausnahmen selbstständig und für sich. Eine prominente Ausnahme: Wer einen Beitrag zu seiner Instagram-Story hinzufügt, kann diesen gleichzeitig auch in seiner Facebook-Story posten.

Zuckerberg will Facebook Messenger, Instagram und WhatsApp verknüpfen

Genau hier will Firmenchef Mark Zuckerberg ansetzen. Wie die New York Times (NYT) berichtet, plant der Firmenboss die Verzahnung der drei Dienste zu einer Nachrichtenplattform. Das heißt für euch: Künftig könntet ihr von eurem WhatsApp-Konto Nachrichten an Instagram-Nutzer schreiben, auch wenn sie gar kein Konto beim beliebten Messenger haben – und dann auch nicht mehr brauchen. Zuckerberg habe außerdem den Einsatz von Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für alle Apps angeordnet. Trotz der Verzahnung sollen alle drei Apps aber weiterhin eigenständig funktionieren.

In einem Statement gegenüber der Zeitung heißt es, man wolle "die beste Nachrichten-Erfahrung bieten, die uns möglich ist". Außerdem arbeite das soziale Netzwerk daran, weitere Nachrichten-Produkte Ende-zu-Ende zu verschlüsseln. "Und wir überlegen uns Wege,  wie man Freunde und Familie über Netzwerke leichter erreichen kann." Uneigennützig ist dieser Zug allerdings nicht.

Verzahnung frühestens Ende 2019 möglich

Es dürfte in Facebooks Interesse liegen, dass Nutzer lieber auf die Kombination aus WhatsApp, dem Facebook Messenger und Instagram zur Kommunikation setzen, als auf die Apps der Konkurrenz. Einen Plan, wie sich das für Facebook finanziell auszahlt, gibt es noch nicht. Das hat die NYT von Insidern erfahren. Eine Möglichkeit sei aber der stärkere Fokus auf den Facebook Marktplatz, das Facebook-Pendant zu eBay Kleinanzeigen.

Zudem sei der Prozess noch in einer frühen Phase. Erst Ende 2019 oder Anfang 2020 sei mit dem Abschluss des Plans zu rechen. Insidern zufolge benötige Facebook für den Vorgang tausende Mitarbeiter, die die Funktionsweise von WhatsApp, Instagram und Facebook Messenger auf grundlegendsten Ebenen neu konfigurieren müssen. In einem Statement heißt es: "Wie sie es erwarten würden, gibt es viele Diskussionen und Debatten, während wir mit dem langwierigen Prozess beginnen, alle Details zu ermitteln, wie dies funktionieren wird." Offiziell bestätigt hat Facebook die Verknüpfung der Apps allerdings noch nicht.


Weitere Artikel zum Thema
Smart­phone-Upda­tes: Das sind die vorbild­lichs­ten Herstel­ler
Christoph Lübben
Apple ist bei Smartphone-Updates ein Vorbild (Bild: iPhone Xs, Xs Max und iPhone Xr)
Bekommt ihr regelmäßig Smartphone-Updates? Einige Hersteller verteilen diese besonders fleißig. Stiftung Warentest liefert hierzu eine Rangliste.
OnePlus 7 Pro so teuer wie ein Galaxy S10?
Francis Lido
Das OnePlus 7 Pro wird offenbar deutlich teurer als das 6T (Bild)
Der Preis des OnePlus 7 Pro ist durchgesickert: Das Top-Modell kostet offenbar ähnlich viel wie Samsungs aktuelles Flaggschiff.
Akku sparen mit dem Huawei P30 Pro: Tipps für eine längere Lauf­zeit
Christoph Lübben
Das Display des Huawei P30 Pro kann viel Energie eures Akkus verbrauchen
Euer Huawei P30 Pro hält nicht lange genug durch? Mit ein paar einfachen Tricks könnt ihr viel Akku sparen.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.