Facebook will nicht für die Wahl von Trump verantwortlich gemacht werden

Mark Zuckerberg hält Facebook-Nutzer für verantwortliche Wähler
Mark Zuckerberg hält Facebook-Nutzer für verantwortliche Wähler(© 2015 Flickr/JD Lasica)

Haben gefälschte Nachrichten auf Facebook die US-Wahl 2016 zugunsten von Donald Trump beeinflusst? Dieser Vorwurf wurde schon kurz nach Bekanntwerden des Wahlergebnisses laut – nun wehrt sich Mark Zuckerberg öffentlich gegen diese Aussage.

"Ich persönlich denke, dass die Idee, dass falsche News auf Facebook die Wahl in irgendeiner Weise beeinflusst haben, eine ziemlich verrückte Idee ist", sagte Zuckerberg laut The Verge auf der Technonomy-Konferenz kurz nach der Wahl. Zudem sollen solche Nachrichten nur einen sehr geringen Teil der Inhalte auf dem sozialen Netzwerk ausmachen. Wähler träfen ihre Entscheidungen auf der Grundlage von Erfahrungen, die sie im Leben machen.

Guter Einfluss auf die Welt

Zuckerberg nannte auch einen Grund dafür, dass falsche Meldungen, die über Facebook verbreitet wurden, den Ausgang der Präsidentschaftswahl nicht hervorgerufen haben könnten; denn es habe Falschaussagen sowohl über Donald Trump als auch über Hillary Clinton gegeben. "Wieso denken sie, dass es gefälschte Nachrichten auf einer Seite gibt und nicht auf der anderen?"

Die Statistik spreche allerdings laut einer Erhebung eine andere Sprache: Demnach hätten rechtsgerichtete Facebook-Seiten im Vorfeld der Wahl in 38 Prozent der Fälle irreführende Mitteilungen verbreitet, während es bei eher linken Seiten nur 20 Prozent gewesen seien. In der Kritik stand aber auch die sogenannte "Filterblase": So wurden Trump-Unterstützern vor allem News angezeigt, die auch von anderen Trump-Wählern mit "gefällt mir" gekennzeichnet worden waren.

Zuckerberg gestand auf der Konferenz ein, dass es Möglichkeiten gebe, um die Verbreitung von Nachrichten über Facebook zu verbessern. "Das liegt mir wirklich am Herzen", sagte der Facebook-CEO. "Ich will, dass das, was wir machen, einen guten Einfluss auf die Welt hat. Ich will, dass Menschen Informationsvielfalt erhalten."


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