Für Einsteiger und Pros: Welche Drohne passt zu mir?

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Welche Drohne sich für wen lohnt, erfahrt Ihr in unserer Übersicht!
Welche Drohne sich für wen lohnt, erfahrt Ihr in unserer Übersicht!(© 2014 CURVED)

Drohnen schwirren in unseren Köpfen und vermehrt auch über unseren Köpfen. Jeder ist fasziniert von den Fluggeräten. Nur: Welche ist die richtige? Wir haben den Markt durchforstet und sagen Euch, welche Drohne zu Euch passt.

Eine Drohne ist nicht gleich eine Drohne. Das, was wir im Alltag als Drohne bezeichnen, ist meist ein Quadro- oder Octacopter. Bevor man sich eine Drohne anschafft, sollte man genau überlegen, wozu man diese überhaupt braucht. Will man nur ab und an mit den Kindern ein wenig Spaß haben, dann kann man getrost zu kleinen Modellen greifen, die weit unter 100 Euro liegen.

So lässt sich ein Absturz auch leichter verkraften. Eine Grenze nach oben gibt es bei den Drohnen eigentlich nicht, da es auch Bausätze gibt, mit denen sich die Fluggeräte modifizieren und erweitern lassen. Wir stellen Euch aber dieses Mal nur Drohnen vor, die nahezu out-of-the-box einsatzbereit sind.

Parrot Rolling Spider: Für Indoor-Pilotentraining

Für die ersten Schritte mit einem Multicopter kann man sicherlich Parrots Rolling Spider verwenden. Zum einen ist es mit einem Preis von nur 99 Euro sehr günstig, zum anderen steuert man diese Mini-Drohne mit seinem Smartphone oder Tablet samt passender App. Aus dieser App heraus kann man auch per Klick beeindruckende Flugmanöver starten.

Parrots Rolling Spider eignet sich für den Erstkontakt mit einer Drohne(© 2014 Parrot)

Die großen Räder, die zum einen die fliegende Mini-Drohne in eine rollende verwandeln, dienen zum anderen als Crash- und Absturzsicherung. Für den blutigen Drohnen-Anfänger ist das sicherlich eine gute Sache. Leider hat der Spaß mit dem Rolling Spider auch sehr schnell ein Ende. Denn der sehr kleine Akku mit nur 550 mAh reicht nur für wenige Minuten Flugzeit. CURVED-Redakteur Amir hat den Rolling Spider von Parrot ausführlich getestet und Stärken und Schwächen der Mini-Drohne in seinem Testbericht zusammengetragen.

Parrot Rolling Spider im Überblick: 

  • Größe: 65 mm x 65 mm
  • Gewicht: 55g / 65g mit Rädern
  • Reichweite: 20 Meter
  • Flugdauer: zwischen 6 bis 8 Minuten
  • Fotoauszeichnung: 640 x 480

Hubsan X4 FPV: Günstiger Einstieg

Der Hubsan X4 FPV kostet nicht viel und eignet sich als Erstlings-Drohne, um das Fliegen zu lernen(© 2014 Hubsan)

Für den Einstieg in die Welt der Drohnen und Multicopter eignet sich der Hubsan X4 FPV Mini Quadcopter RTF. Dieser Quadrocopter ist mit einer 0.3 MP Kamera ausgestattet und fliegt mit einer Akkuladung zwischen 5-10 Minuten, je nach Akku. Durch die eingebaute Kamera kann man mit diesem Quadrocopter die ersten Schritte im FPV-Drohnenflug, FPV steht für "First Person View", vollziehen.

Mit einem Preis von 179 Euro und der Möglichkeit, den Multicopter mit einem optionalen Propellerschutz zu versehen und nach einem leichten Crash mit Hilfe des ebenfalls optional erhältlichen Crashkits wieder zum Leben zu erwecken, eignet sich der Hubsan X4 FPV gut für den Neuling.

Hubsan X4 FPV im Überblick: 

  • Größe: 65 mm x 65 mm
  • Gewicht: 32 Gramm
  • Reichweite: zwischen 50 - 100 Meter
  • Flugdauer: ca. 6 Minuten
  • Videoaufzeichnung: 640 x 480

Parrot AR.Drone 2.0: Flugakrobat für Fortgeschrittene

Parrots AR.Drone 2.0 war eine der ersten Drohnen für den Endkonsumenten(© 2014 Parrot)

Die AR.Drone von Parrot gilt als Pionier unter den fertigmontierten Multicoptern. Das Geniale an dieser Drohne ist, dass der Hersteller den Nutzer nicht mit einer Funkfernsteuerungen aus dem Modellbau überfordert, sondern dieser lediglich ein Apple- oder Android-Smartphone bzw. -Tablet für die Steuerung samt per App verwendet.

Das eigene Smartphone oder Tablet wird per WLAN mit der AR.Drone verbunden. Über diese Verbindung werden sowohl das Bildsignal als auch die Steuereingaben übertragen. Klasse an der App ist auch, dass man nicht einmal manuell starten und landen muss. Das übernimmt die AR.Drone für Euch auf Knopfdruck.

Die AR.Drone hat auch noch andere Vorzüge. Da wäre der Propellerschutz aus Styropor, die eingebaute HD-Kamera und Power-Akkus, die eine Flugzeit von bis zu 36 Minuten erlauben. Ein umfangreiches Angebot an Ersatzteilen und Zubehör, wie das optional erhältliche GPS-Modul, runden das Paket ab. Die AR.Drone 2.0 gibt es in verschiedenen Ausführungen und Farben. Preislich fängt der Spaß ab ca. 320 Euro an.

Parrot AR.Drone 2.0 im Überblick: 

  • Größe: 52,5 cm x 51,5 cm
  • Gewicht: 420 Gramm
  • Reichweite: ca. 50 Meter
  • Flugdauer: ca. 12 Minuten
  • Videoaufzeichnung: 1.280 x 720 bei 30 FPS

DJI Phantom Vision 2+ - Fast schon Profi-Liga

Euch reicht die AR.Drone nicht mehr aus, und Ihr habt genug Flugpraxis mit anderen billigen Drohnen gesammelt? Dann kann bei einem gut gefülltem Portemonnaie durchaus eine DJI Phantom Vision 2+ für stolze 1200 Euro in Frage kommen. Wie die beiden anderen Multicopter verfügt auch die Drohne von DJI über eine Kamera. Diese löst mit 14 Megapixel auf und ist, anders als bei den vorher genannten Drohnen, an einem 3-Achsen-Gimbal aufgehängt. Diese Aufhängung gleicht Bewegungen der Drohne in der Luft aus, sodass das Full-HD-Bild unverwackelt aufgezeichnet wird.

DJI Phantom Vision 2+ spielt in der Champions League der Drohnen mit.(© 2014 DJI)

Neben dem Gimbal und der Kamera sind auch noch der extrem leistungsstarke Akku und die RC-Fernsteuerung mit Smartphone-Halterung ein Plus bei der DJI-Drohne. Per WLAN wird das Livebild der Drohne auf das Smartphone übertragen. Man kann so auch ein First Person View Flug absolvieren.

Optional gibt es auch noch einen Range Extender, um die Reichweite des Phantoms zu vergrößern. Natürlich ist das DJI Phantom Vision 2+ auch noch mit Sicherheitsfeatures ausgestattet. Dank GPS kann die Drohne z. B. bei einem Signalverlust selbstständig an eine vorher gespeicherten GPS-Koordinate zurückkehren. Ein kostspieliger Absturz soll dadurch verhindert werden.

Aber seid gewarnt: Die Phantom Vision 2+ kommt zwar voll einsatzfähig an, aber es sollte wirklich beim Erstflug vorsichtig umgegangen werden und alle Handbücher gelesen werden. Tut man das nicht, dann können im schlimmsten Fall 1200 Euro binnen weniger Sekunden vernichtet sein.

DJI Phantom Vision 2+ im Überblick: 

  • Größe: 35 cm x 35 cm x 19 cm
  • Gewicht: ca. 1,3 Kilogramm
  • Reichweite: zwischen 700 bis 800 Meter
  • Flugdauer: ca. 25 Minuten
  • Videoaufzeichnung: 1.280 x 720 bei 30 FPS

Das ist nur ein kleiner Überblick an Drohnen, die in Deutschland erhältlich sind. Es gibt noch weitere, wesentlich größere Systeme und auch Bausätze mit mehr Rotoren und leistungsstärkeren Motoren, die aber schnell mehrere tausend Euro kosten und damit vor allem für den professionellen Einsatz gedacht sind.

Kennt Ihr noch andere Fluggeräte, die unbedingt in diese Liste aufgenommen werden sollten? In den Kommentaren ist genug Platz für Eure persönliche Drohnen-Empfehlung.


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