Parrot Rolling Spider im Flug-Test: App in the Air!

Und noch 'ne Mini-Drohne: Mit der Rolling Spider schickt Parrot dieser Tage einen kleinen Ableger seiner weltberühmten AR-Drohne auf den deutschen Markt, die mit hervorragenden Flugeigenschaften und dem kleinen Preis von 99 Euro im Vorbeiflug Herzen gewinnen soll. Wir haben den kompakten Quadrocopter ausprobiert und viel Aufwind, aber auch einige Turbulenzen entdeckt.

Entwarnung für den Luftraum: Wer unser gestriges Video zu Parrots Jumping Sumo gesehen hat und nun wenig Hoffnung hat, die Rolling Spider würde es besser machen, der sei beruhigt — sie ist mit 99 Euro nicht nur günstiger und als Flugobjekt einfach schon in ihrer Anlage interessanter, sie funktioniert auch überzeugender. Ganz problemfrei ist sie dennoch nicht ...

Größtes Manko der Rolling Spider ist die FreeFlight 3-App, die auch schon beim Jumping Sumo für reichlich Ärger sorgte: Ständige Probleme bei der Kopplung von Smartphone und Drohne sind die Regel, bestimmte Schaltflächen im Fernbedienungsmodus reagieren schlichtweg nicht und eine Erklärung der doch recht komplexen Steuerung oder gar ein Tutorial liefert Parrot auch nicht mit — nach selbstständigem Suchen im Netz bin ich dann im Parrot-Blog fündig geworden; rätselhaft nur, warum dieser informative Beitrag nicht in der App hinterlegt oder wenigstens verlinkt ist.

Schade ist auch, dass der Akku mit nur 550 mAh wirklich klein geraten ist. Warum einem 99 Euro teuren Fluggerät kein größeres Kraftwerk mitgegeben wird, ist mir schleierhaft — am Platz kann es nicht liegen, denn besonders klein ist der herausnehmbare Akku auch jetzt nicht. Und richtiggehend gemein wirkt auf uns das komplette Fehlen von ein paar Ersatzrotoren in der Packung: Was kosten die schon? Da sie bei einer Drohne, gerade während der ersten Flugversuche aber schon mal kaputt gehen oder abhanden kommen, wäre ihre Dreingabe nicht nur nett, sondern eigentlich zwingend notwendig gewesen. So bleibt dem versehentlichen Bruchpiloten nach etwaigem Rotor-Verlust nur die langwierige Nachbestellung und bis dahin eine gewiss deprimierende Flugpause.

Sehr gut sind aber tatsächlich die Flugfähigkeiten der Rolling Spider, die es gerade Anfängern mit ihrer automatischen Stabilisierung sehr — wenn auch nicht ganz — einfach macht, sich an das ferngesteuerte Fliegen zu gewöhnen, ohne dabei ständig Abstürze verhindern zu müssen. Auch dass die App mit simplem Tippen das einfache Durchführen cooler Stunts erlaubt, sorgt für Erfolgserlebnisse und breites Grinsen auf des Hobby-Piloten Gesicht und erstaunte Gesichter bei den Zuschauern.

Für 99 Euro bekommt der Flug-Drohen-Einsteiger mit der Rolling Spider also ein in der Anlage gutes Start-Paket, dass ein paar nervige Mängel mitbringt — wenn diese überwunden werden, aber funktioniert und Spaß macht. Wenigstens die App wird Parrot in nächster Zeit hoffentlich aktualisieren; und vielleicht legen sie der nächsten Charge, die die Käufer erreicht, dann ja auch ein paar Ersatzrotoren bei.

Wer indes nicht mehr warten möchte, kann die Parrot Rolling Spider ab sofort bei Media Markt oder Saturn erstehen.


Weitere Artikel zum Thema
Apple Watch Series 3 naht: Zulie­fe­rer erwar­tet stei­gen­den Umsatz
Guido Karsten
Auf der Rückseite der dritten Apple Watch könnten sich auch neue Sensoren befinden
Der Apple-Zulieferer Quanta rechnet in der zweiten Jahreshälfte mit einem steigenden Umsatz. Die Apple Watch Series 3 soll dann produziert werden.
Google verspricht elf Smart­pho­nes mit Daydream-VR bis Ende des Jahres
3
Google Daydream VR kann bereits mit sechs verschiedenen Smartphones genutzt werden
Bis zum Ende des Jahres 2017 sollen elf Smartphones Google Daydream-VR unterstützen. Acht davon sind offenbar schon bekannt.
"Unchar­ted: The Lost Legacy" ange­tes­tet: volle Frau­en­power [mit Video]
Stefanie Enge
Szene aus "Uncharted: The Lost Legacy"
Nach "Uncharted 4" setzte sich Actionheld Nathan Drake zur Ruhe. Nun sind die Frauen an der Reihe: Wir haben "Uncharted: The Lost Legacy" angespielt.