Geleakte Snapchat-Bilder: SnapSaved gesteht Hack ein

"The Snappening" bescherte unbeschwerte Foto-Einsichten für alle
"The Snappening" bescherte unbeschwerte Foto-Einsichten für alle(© 2014 Snapchat Inc., iTunes, CURVED Montage)

Der Schuldige entschuldigt sich: Im Fall des Snapchat-Leaks, bei dem gut 200.000 Bilder von Snapchat-Nutzern im Online-Forum 4chan veröffentlicht worden sind, melden sich jetzt die Verantwortlichen zu Wort. Der Webdienst SnapSaved.com gibt über seine Facebook-Seite einen erlittenen Hacker-Angriff zu.

Hunderttausende private Fotos, darunter auch Nacktbilder, waren vergangene Woche durch das mit "The Snappening" betitelte Datenleck in Umlauf geraten. Snapchat betonte anschließend, dass die dafür verantwortliche Schwachstelle nicht bei den eigenen Servern liege. Dies bestätigt sich jetzt durch das frisch veröffentlichte Facebook-Statement eines namentlich nicht genannten Administrators von SnapSaved, in dem er die Schuld an dem Leak auf sich nimmt.

Laut seinem Posting hätten die SnapSaved-Betreiber ihren Webserver falsch konfiguriert und wären dadurch Opfer des Hacker-Angriffs geworden. Nach der Entdeckung des Bilderklaus wurden die Datenbank sowie der gesamte Internetauftritt des Dienstes sofort gelöscht, die Seite ist somit bis auf Weiteres nicht erreichbar. SnapSaved wollte laut Statement weder Snapchat noch seinen Nutzern einen Schaden zufügen, sondern lediglich einen einzigartigen Service anbieten.

"Snappening"-Schaden angeblich gar nicht so schlimm

Laut des anonymen Administrators stammen die betroffenen SnapSaved-Nutzer hauptsächlich aus Schweden, Norwegen und den USA. Er dementierte jüngste Gerüchte, dass ein Reddit-Nutzer eine Datenbank aufbauen wolle, mit der sich die geleakten Bilder den entsprechenden Snapchat-Nutzerkonten zuordnen lassen könnten. Dafür habe der Hacker seiner Meinung nach zu wenig Informationen.

Bei dem Hack wurden angeblich etwa 500 MB an Bildern gestohlen, jedoch keinerlei Infos zu den dazugehörigen Nutzerkonten. Wie heiseSecurity berichtet, soll das im Netz kursierende Archiv des Datenlecks allerdings mehr als 13 GB groß sein. Besonders brisant: Darunter sollen sich viele Bilder befinden, die sich als kinderpornografisches Material einstufen lassen – eben weil Snapchat besonders bei den 13- bis 17-Jährigen sehr beliebt ist.

Weitere Artikel zum Thema
Snap­chat bietet nun Linsen für Hunde
Guido Karsten
In Zukunft könnt ihr auch eurem pelzigen Vierbeiner bunte Snapchat-Linsen verpassen
Snapchat folgt dem Wunsch vieler Nutzer und führt Linsen für Hunde ein. Passend zu den Feiertagen sind auch weihnachtliche Linsen dabei.
Snap­chat bietet euch nun einen Jahres­rück­blick für 2018
Michael Keller
Snapchat bietet euch mit der "Year End Story" einen Rückblick auf 2018
Schon 2017 gab es bei Snapchat die "Year End Story" – und auch für 2018 könnt ihr euch einen individuellen Jahresrückblick erstellen lassen.
Snap­chat Shows: Nun könnt ihr im Messen­ger Sendun­gen schauen
Francis Lido
Snapchat entwickelt sich kontinuierlich weiter
Die Snapchat Shows haben Deutschland erreicht. Zum Start sind acht Medienmarken mit dabei.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.