Google kommt jedem zweiten Löschantrag nach

Seit Mai sind bei Google mehr als 90.000 Löschanträge aus Europa eingegangen
Seit Mai sind bei Google mehr als 90.000 Löschanträge aus Europa eingegangen(© 2014 CC: Flickr/Marcin Wichary)

Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), Links aus der Vergangenheit aus Internetsuchmaschinen verschwinden zu lassen, hat Google eine Menge Anträge zu bearbeiten: 328.000 Links sollten gelöscht werden.

Bis Mitte Juli waren bei Google 91.000 Anträge auf Löschung von Internet-Suchergebnissen eingegangen. Das sagte ein Unternehmenssprecher gegenüber FAZ.net. Diese 91.000 Anträge bezogen sich auf insgesamt 328.000 einzelne Internetlinks, die gelöscht werden sollten. Etwa der Hälfte der Anträge kam Google laut dem Bericht ohne zu zögern nach. In 15 Prozent der Fälle sollten die Antragssteller weitere Argumente für die Löschung liefern. Gut 30 Prozent der Anträge lehnte der Suchmaschinenriese ab.

Die meisten Löschanträge kommen aus Frankreich

Im Mai dieses Jahres hatte der EuGH entschieden, dass unter bestimmten Voraussetzungen Interneteinträge von Europäern aus den Ergebnislisten von Suchmaschinen entfernt werden können. Der Datenschutz der Einzelperson stünde über dem öffentlichen Interesse. Google hatte daraufhin ein entsprechendes Löschantragsformular online gestellt. Bereits am ersten Tag gingen 12.000 Löschanträge ein.

Laut FAZ.net liegt Frankreich mit 17.500 Anträgen für 58.000 Internetseiten auf Platz eins der Löschantragstabelle. Dahinter folgt Deutschland mit 16.000 Anträgen auf dem zweiten Rang. Die deutschen Anträge beziehen sich auf 57.000 Internetadressen.


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