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Google Pixel 4: Warum das iPhone 11 die bessere Wahl für Google Fotos ist

Google Pixel 4 Rückseite
Google Pixel 4 (© 2019 via Twitter @Google )

Das radargestützte Gestensteuerung. Etwas untergegangen ist bei der Vorstellung, dass dem Pixel 4 ein Vorzug des Vorgängers fehlt: Anders als beim Pixel 3 (XL) könnt ihr Bilder in Originalqualität nicht unbegrenzt in Google Fotos speichern.

Der unbegrenzte Online-Speicher für Fotos ist eines der besten Argumente für Pixel 3 und 3 XL. Denn es ermöglicht es euch, nach Lust und Laune Fotos zu knipsen, ohne auf den Speicherverbrauch zu achten. Die Smartphones legen Online-Backups der Original-Bilder an, sodass es kaum einen Grund gibt, die Aufnahmen lokal auf den Handys zu speichern. Auf nahezu allen anderen Smartphones und auch dem Google Pixel 4 sind die Sicherungskopien dagegen komprimiert. Eine der prominenten Ausnahmen ist ausgerechnet das iPhone 11 (Pro).

Google macht für Apple eine Ausnahme

Wie aus einem Reddit-Thread hervorgeht, komprimiert Google Fotos Bilder von iPhones nicht. Voraussetzung dafür sei, dass die Geräte Aufnahmen im HEIF-Format speichern. Das erfüllen nicht nur iPhone 11 und iPhone 11 Pro, sondern alle Apple-Smartphones, auf denen mindestens iOS 11 läuft. Und HEIF-Fotos haben in voller Qualität bereits eine geringere Dateigröße als komprimierte JPGs, weshalb sie unverändert bei Google Fotos landen.

Würde Google die iPhone-Bilder wie beim Pixel 4 komprimieren und zu JPGs umwandeln, würde das die Bild-Dateien also vergrößern. Darüber hinaus ist für jede Komprimierung Rechen-Power notwendig. Die Lösung ergibt also für beide Seiten Sinn: Google spart Speicherplatz und technische Ressourcen, Apples Smartphones umgehen das Speicher-Limit in Google Fotos.

Google Pixel 4 (XL): Speicherprobleme vorprogrammiert?

Vor diesem Hintergrund erscheint Googles Entscheidung, das Pixel 4 (XL) außen vor zu lassen, zumindest fragwürdig. The Verge zufolge will das Unternehmen damit mehr Abonnenten für Google One gewinnen. Dabei handelt es sich um den Online-Speicherdienst, bei dem die Google-Fotos-Backups landen. Für 1,99 Euro im Monat erhaltet ihr dort 100 GB Speicherplatz.

Besonders, wer sich das Google Pixel 4 in der Basiskonfiguration kauft und Fotos in Originalqualität speichern möchte, sollte zumindest darüber nachdenken. Denn diese Ausführung des Smartphones besitzt lediglich 64 GB internen Speicher, der sich nicht via microSD-Karte erweitern lässt. Wer viele Fotos und Videos machen will, sollte sich also direkt das Modell mit 128 GB Speicherplatz kaufen – oder Google One abonnieren. Besitzer des Google Pixel 3 (XL) können auf absehbare Zeit unbesorgt weiterknipsen: Für sie gilt bis zum 31. Januar 2022 kein Limit in Google Fotos.

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