Google: Sicherheitslücke in Android 4.3 bleibt

Unfassbar !8
Es stellt sich die Frage, ob Google für Sicherheitslücken von Android verantwortlich ist
Es stellt sich die Frage, ob Google für Sicherheitslücken von Android verantwortlich ist(© 2014 CC: Flickr/Photos by Mavis)

Kein Sicherheits-Update für Android 4.3 Jelly Bean mehr: Der bei Google für die Sicherheit von Android verantwortliche Chefentwickler, Adrian Ludwig, hat am 23. Januar über Google+ bestätigt, dass die Sicherheitslücke im Browser der alten Android-Version nicht geschlossen würde.

"Die Software auf einem aktuellen Stand zu halten, ist eine der größten Herausforderungen der Sicherheit", schreibt Ludwig über seinen Account des sozialen Netzwerks. Google würde viel investieren, damit Android und Chrome so sicher wie möglich seien. Das würde sich aber für den über zwei Jahre alten Browser, der auf WebView basiert, nicht mehr lohnen. Dafür müsste ein Großteil des Codes umgeschrieben werden, was nicht länger zweckmäßig sei.

60 Prozent der Android-Nutzer betroffen?

Sicherheitsexperten sind offenbar nicht einverstanden mit Ludwigs Sichtweise, dass die Anzahl der Nutzer, die von der Sicherheitslücke betroffen seien, "mit jedem Tag schrumpfe." Laut Googles eigenen Erhebungen zu der Verbreitung der Android-Versionen nutzen rund 39 Prozent Android 4.4 KitKat, während Android 5.0 Lollipop gerade einmal auf einem Prozent der Geräte angekommen ist, berichtet CNET.

Das würde bedeuten, dass nahezu 60 Prozent der sich im Umlauf befindlichen Android-Geräte eine Version des Betriebssystems nutzen, in der die Sicherheitslücke im Browser noch vorhanden ist. Ludwig empfiehlt den Nutzern der älteren Android-Versionen, einen anderen Browser als den vorinstallierten zu verwenden: Google Chrome soll ab Version 4.0 Ice Cream Sandwich funktionieren, während Mozilla Firefox sogar ab Version 2.3 Gingerbread laufe.

Damit ist das Problem aber auch nicht komplett ausgeräumt, da manche Apps WebView als Grundlage für Links benutzen, mit denen Webinhalte innerhalb der Anwendung dargestellt werden. Dieses Problem solle von den App-Entwicklern gelöst werden, die nur auf vertrauenswürdige Internetseiten verlinken sollen. Damit wird erneut die Frage aufgeworfen, ob bei erkannten Sicherheitslücken eher Google oder die App-Entwickler und Hersteller von Geräten verantwortlich sind.


Weitere Artikel zum Thema
Sony Xperia L2 im Test: Wie viel Premium gibt es für 249 Euro?
Marco Engelien
Das Sony Xperia L2
7.5
Mit einem Preis von 249 Euro ist das Xperia L2 ist Sonys aktuell günstigstes Smartphone. Was ihr für das Geld bekommt, verraten wir euch im Test.
Android Wear 2.8: Update bringt dunklen Hinter­grund mit
Christoph Lübben
Von dem Update auf Android Wear 2.8 profitiert auch die Huawei Watch 2
Android Wear 2.8 ist das schwarze Update: Google spendiert Smartwatches einen dunklen Hintergrund, der auch die Akkulaufzeit beeinflussen könnte.
Huawei P smart vorge­stellt: viel Smart­phone für unter 300 Euro
Francis Lido5
Her damit !7Das Huawei P smart richtet sich insbesondere an junge Nutzer
Huawei hat ein neues Smartphone vorgestellt: Das Huawei P smart bietet respektable Technik zu einem vergleichsweise niedrigen Preis.