Google-Street-View-Wagen verursacht Verkehrsunfall

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Unfallopfer Dylan Case wird künftig wohl besondere Vorsicht walten lassen, wenn ihm ein Google-Street-View-Wagen im Straßenverkehr begegnet
Unfallopfer Dylan Case wird künftig wohl besondere Vorsicht walten lassen, wenn ihm ein Google-Street-View-Wagen im Straßenverkehr begegnet(© 2014 CC: Flickr/bryanh)

In Little Rock, Hauptstadt des US-amerikanischen Bundesstaats Arkansas, durften die Verkehrsteilnehmer und Passanten auf der Tyler Street jüngst Zeuge eines seltsam anmutenden Vorfalls sein: Der Fahrer eines Kamerawagens von Google verliert die Orientierung – und kracht in das Fahrzeug eines anderen Verkehrsteilnehmers.

Keine Frage: Die Karten von Google sind ziemlich ausgereift und die Kartendienste des Anbieters für jeden Nutzer eine Bereicherung. Aber Google Maps und Street View müssen mit Daten gefüttert werden. Dafür sind weltweit unzählige Street-View-Wagen unterwegs – am vergangenen Donnerstag auch der 29-jährige Google-Fahrer Alexander Spurr in Little Rock, Arkansas. Wie CNET berichtet, verlor Spurr am Steuer des Street-View-Wagens die Orientierung auf der Tyler Street und fuhr dann in die falsche Richtung. Beim eiligen Versuch, die Kehrtwende einzuleiten, gerät Spurr auf die Cantrell Road und kracht dabei mit seinem Kamerawagen in das Auto des 22-jährigen Dylan Case. Peinlich! Case zufolge habe Spurr auch noch eine rote Ampel missachtet. Die Ironie der Geschichte: Ob das stimmt, dürfen vielleicht bald die Kameraufzeichnungen des Google-Wagens belegen.

Leichte Verletzungen, teure Blechschäden

Das ist nicht der erste Unfall, in dem ein Google-Street-View-Wagen involviert war. 2013 geriet ein Street-View-Fahrer in Indonesien völlig außer Kontrolle, rammte die Fahrzeuge von drei weiteren Verkehrsteilnehmern – und suchte dann das Weite, wie CNET berichtet. In Little Rock beklagt das Unfallopfer nach der Einlieferung in ein Krankenhaus einen Sachschaden in Höhe von 2.000 Dollar und leichte körperliche Verletzungen: Schmerzen in Hals, Rücken und im Bereich der Rippen seien die Folge. In welcher Höhe die Schadensregulierung ausfüllt, die Case wiederum Google aus den Rippen leiern wird, steht noch nicht fest. Der Verletzte erwartet nach eigenen Angaben als Entschädigung für den Vorfall „etwas aus der Tasche von Google“. Wenigstens könnte in diesem Fall ein menschlicher Fahrer vor Gericht verantwortlich gemacht werden: Google experimentiert schon seit längerem mit führerlosen, robotergesteuerten Street-View-Wagen. Da scheint ein erster Unfall auch nur eine Frage der Zeit zu sein.


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