Huawei P smart Pro Release: Noch ein "neues Altes"?

Das Huawei P smart Pro ist auf den ersten Blick dem P smart Z sehr ähnlich.
Das Huawei P smart Pro ist auf den ersten Blick dem P smart Z sehr ähnlich.(© 2020 PR HUAWEI)

Kurz vor der Veröffentlichung der P40 Serie schickt Huawei unverhofft noch ein weiteres Smartphone ins Rennen: das Huawei P smart Pro. Spontan wie wir sind, haben auf den kurzfristigen Neuzugang mal eben einen Blick geworfen: Entpuppt sich das Huawei P smart Pro als kleiner Fotokünstler der Mittelklasse oder doch als alter Bekannter im verschönerten Kleid?

Kurz nach dem nahezu heimlichen Release des P40 lite E auf dem polnischen Markt taucht schon ein neues Huawei-Smartphone auf: Das P smart Pro, welches vom Hersteller selbst als kleines Fotowunder angepriesen wird.

Die Spezifikationen des Huawei P smart Pro und seines Vorgängers aus der smart-Reihe, dem Huawei P smart Z, sind bei genauerer Betrachtung nahezu identisch. Unterschiede gibt es lediglich in der Farbauswahl, der Speicherkapazität, der Kameraausstattung und der Fingerabdrucksensorik. Lohnt es sich trotzdem zuzugreifen?

Huawei P smart Pro: Aufgerüstete Hardware

Auch wenn die grobe Ausstattung des Huawei P smart Pro auf den ersten Blick keine bemerkenswerten Besonderheiten zu seinem Z-Bruder zu haben scheint, wollen wir doch auf die feinen Unterschiede eingehen und schauen, wie clever der Neuzugang in der Huawei Familie wirklich ist.

Selfie-liebende Hobbyfotografen erfreuen sich auch weiterhin an der 16 Megapixel (MP) Frontkamera mit dem ausfahrbaren Pop-Up-System. Ein nennenswertes Highlight des Huawei P smart Pro ist die aufgestockte 48 MP Triple-Kamera auf der Rückseite mit intelligentem KI-Feature, das jede spontane Situation in eine optimale Bildszenerie setzen soll. Die drei Kamera-Module setzen sich aus einer 48 MP Weitwinkel-Kamera, einer 8 MP Ultaweitwinkel-Linse und einem 2 MP Tiefensensor zusammen. Laut Hersteller sollen so auch bei minimalen Lichtverhältnissen scharfe Bilder geschossen werden können.

Speichererweiterung per microSD

Wie bereits angekündigt bleibt das Grundgerüst der Hardware im Vergleich zum Huawei P smart Z größtenteils bestehen. Der leistungsfähige Kirin 710F Prozessor sorgt zwar für ein flottes Tempo, dennoch hätte ein neuer Chipsatz, wie zum Beispiel dem Kirin 980 Prozessor, für größere Überraschung gesorgt.

Der bereits bekannte 4.000 Milliamperestunden (mAh) starke Akku sorgt standardmäßig für ausreichend Power: Bis zu 80 Stunden Musikwiedergabe, 14 Stunden Websurfing und neun Stunden Gaming sollten laut Herstellerangaben auch für das Huawei P smart Pro kein Problem darstellen. Positiv zu werten: Die Erweiterung des Arbeitsspeichers von 4 Gigabyte (GB) auf 6 GB und des internen Speichers von 64 GB auf 128 GB. Auch lässt sich der externe Speicher per microSD-Karte um bis zu 512 GB erweitern – und nicht ausschließlich mit Huaweis eigener Nano Memory Card (NM Card).

Fingerabdrucksensor an der Seite des P smart Pro

Eine weitere Innovation am P smart Pro: Der neue Fingerabdrucksensor an der seitlich angebrachten Ein- und Austaste, mit dem das Smartphone innerhalb von 0,3 Sekunden entsperrt werden kann. Wie nützlich und zuverlässig der neue Entsperrvorgang am Ende wirklich ist, wird die Praxis zeigen.

Das Huawei P smart Pro soll laut Preisempfehlung des chinesischen Herstellers in Deutschland ab Ende März für 279 Euro in zwei Farbvarianten erhältlich sein: Midnight Black und Breathing Crystal.


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