IDC: Apples iPad-Wachstum ist ausgereizt. Für immer.

Unfassbar !17
Apples iPad-Absätze gehen dieses Jahr zurück
Apples iPad-Absätze gehen dieses Jahr zurück(© 2015 CC: Flickr/Martin Hajek)

Gute und schlechte Nachrichten von einem der meistrespektierten Marktforscher der Techbranche für Apple. Die gute: Der Einbruch der iPad-Sparte dürfte in diesem Jahr nicht so dramatisch ausfallen wie zuletzt befürchtet. Die schlechte: Nachhaltig wachsen wird Apples Tablet nie wieder.

Das iPhone 6! Die Apple Watch! Das neue MacBook! Vielleicht schon 2020 das iCar! Das waren die Produkte, die die großen Apple-Schlagzeilen der vergangenen Monate bestimmten. Über das immer noch jüngste Produkt aus Cupertino, das 2010 das Licht der Tech-Welt erblickte, spricht indes heute kaum noch jemand – und wenn, dann fast immer mit einem negativen Unterton: das iPad scheint eindeutig seine beste Zeit hinter sich zu haben.

Warum, bewiesen erneut die jüngsten Quartalszahlen: Nach 26 Millionen Einheiten im ersten Fiskalquartal 2014 setzte Apple nun "nur" noch 21,4 Millionen iPads ab – ein Minus von happigen 18 Prozent. Dass die aktuellen Modelle iPad Air 2 und iPad mini 3 deutlich weniger Käufer anlocken als die vorherige Generation, hatte bereits im November der stets gut informierte KCI Securities Ming-Chi Kuo vorhergesagt.

KCI-Analyst Ming-Chi Kuo erwartet iPad-Einbruch von 30 Prozent, IDC von nur 5 Prozent 

Für das erste Kalenderquartal  prognostizierte Kuo einen erdrutschartigen Absturz von 40 Prozent.  Im Gesamtgeschäftsjahr 2015 wird Apple sogar Schwierigkeiten haben, die Marke von 45 Millionen Einheiten zu überbieten. Das wäre ein drastischer Einbruch von 30 Prozent.

Weniger dramatisch schätzt der Marktforscher IDC den iPad-Abschwung ein: Nach 63,4 Millionen Einheiten im Fiskaljahr 2014 werde Apple dieses Geschäftsjahr noch 60,1 Millionen Tablets umsetzen – das Minus fiele demnach mit nur fünf Prozent deutlich verkraftbarer aus. Allerdings: Apple müsste nach den IDC-Schätzungen in den drei Quartalen 2015 sogar leicht gegenüber dem Vorjahr zulegen.

IDC: iPad-Verkäufe 2019 auf dem heutigen Niveau – Windows holt auf

Auf lange Sicht jedoch macht auch IDC dem Apple-Tablet trotz des neuen 13-Zoll-Modells iPad Pro wenig Hoffnung auf ein Comeback. Mit 61,9 Millionen verkauften Einheiten sehen die US-Marktforscher das iPad 2019 praktisch auf demselben Niveau wie heute.

Hochinteressant indes: Während die IDC-Analysten auch bei den Android-Anbietern nur leichte Zuwächse erwarten, soll Microsoft mit Windows 10 und späteren Generationen den Tablet-Markt von hinten aufrollen. So rechnet IDC mit einem Absatzanstieg des Windows-Tablets Surface von 11 Millionen Einheiten im vergangenen Jahr auf stolze 38 Millionen Stück in fünf Jahren. Apple kann sich demnach nach Jahrzehnten in Redmond mal wieder etwas abschauen...


Weitere Artikel zum Thema
iPhone 7: Über­lebt es Flüs­sig­stick­stoff in einem Knet­ball?
Michael Keller4
Peinlich !7iPhone 7 Knete
Kennt Ihr intelligente Knete? TechRax schon. Der YouTuber verschließt darin ein iPhone 7, bevor er es Flüssigstickstoff aussetzt.
iOS 10.2: Apple veröf­fent­licht die fünfte Beta – Release für alle naht
Michael Keller4
Her damit !21Mit iOS 10.2 kommen neue Emojis auf iPhone und iPad
Apple hat die Beta 5 von iOS 10.2 für Entwickler und öffentliche Tester zur Verfügung gestellt. Der Release für die Allgemeinheit rückt damit näher.
iPhone 8: Kompo­nen­ten für die OLED-Version sollen schon herge­stellt werden
Guido Karsten2
Her damit !38Es ist unklar, wie Apple das flexible OLED-Display in seinem iPhone 8 einsetzen wird
Das OLED-Display des iPhone 8 soll Apples Ingenieuren ein neues Design ermöglichen. Gerüchten zufolge sind erste Exemplare bereits in Arbeit.