Apples Weihnachtsquartal: Mac legt zu, iPad schwächelt

Smart11
Symbolcharakter: Die Mac-Sparte legt zu,  die iPad-Unit schrumpft weiter
Symbolcharakter: Die Mac-Sparte legt zu, die iPad-Unit schrumpft weiter(© 2014 CURVED)

Makel in einem Traumquartal: Apples iPad-Sparte befindet sich weiter im Rückwärtsgang. Auch zwischen Oktober und Dezember gaben die Absätze zweistellig nach – das Minus fiel sogar deutlich größer aus als von Analysten vorhergesagt. Die Macintosh-Unit sprang jedoch in die Bresche und verbuchte den höchsten Quartalsabsatz im 30-jährigen Produktzyklus.  

Es bleibt dabei: Das iPad ist weiterhin Apples Luxusproblem – sofern man einen Geschäftszweig, der allein für sich genommen fast neun Milliarden Dollar erlöst, als Problem betrachten mag. Allein: In vier der vergangenen fünf Quartale wurden weniger Apple-Tablets umgesetzt als im Vergleichszeitraum zuvor.

Im Dreimonatszeitraum zwischen Anfang Oktober und Ende Dezember betrug das Minus gar happige 18 Prozent – deutlich mehr als von Analysten erwartet. Nach 26 Millionen Einheiten im ersten Fiskalquartal 2014 setzte Apple nun "nur" noch 21,4 Millionen iPads ab.

Keine Frage: Auch wenn man die jüngste Generalüberholung im vergangenen Oktober nur als Minimalupdate bezeichnen darf, bricht das Tablet-Geschäft im gerade mal fünften Jahr des Bestehens zu schnell, zu deutlich weg. Apple-CEO Tim Cook räumte in der Telefonkonferenz die altbekannte Problematik ein, dass das iPad einen längeren Upgrade-Zyklus aufweise und zunehmend unter Kannibalisierung der verwandten Produkte – dem MacBook einerseits, dem iPhone 6 Plus andererseits – leide.

Gleichzeitig gab sich Tim Cook langfristig, wie schon in der vergangenen Analystenkonferenz, zuversichtlich für das Apple-Tablet: "Ich bin langfristig sehr optimistisch für die Zukunft des iPad", bekräftigte Cook mit Blick auf die IBM-Kooperation.

Mac-Sparte wächst um 14 Prozent in einem fallenden Markt

Vielleicht erlebt das iPad nach den nun ermäßigten Vorgaben des Vorjahres im weiteren Jahresverlauf eine ähnliche Renaissance wie die älteste Konzernsparte, die im dreißigsten Jahr ihres Bestehens erstaunlicherweise auf dem Zenit steht. Tatsächlich: Nie hat Apple mehr Macintosh-Computer verkauft als 2014!

Allein im Weihnachtsquartal gingen 5,52 Millionen iMac, Mac mini, Mac Pro und vor allem MacBook Pro und Air über die Ladentische. Das entsprach einer Absatzsteigerung von nochmals 14 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.  Besonders beachtlich: Die Zuwächse werden in einer Zeit erzielt, in der der weltweite Computermarkt schrumpft. Ingesamt erlöste Apple 6,9 Milliarden Dollar mit seiner Mac-Sparte und 9 Milliarden Dollar mit der iPad-Unit.


Weitere Artikel zum Thema
Galaxy S21: Hat Samsung zu viel Respekt vor dem iPhone 12 Pro?
Francis Lido
Gefällt mir6Das Galaxy S20 Ultra ist bislang das letzte Samsung-Smartphone mit ToF-Sensor
Wegen Apple soll Samsung beim Galaxy S21 auf ein Feature verzichten. Offenbar scheut der Hersteller den Vergleich mit dem iPhone 12 Pro.
Apple und Google schmei­ßen Fort­nite raus – iPhone beson­ders betrof­fen
Michael Keller
Auf iOS-Geräten wie dem iPad wird es wohl vorerst keine Fortnite-Updates mehr geben
Die Fortnite-Entwickler legen sich mit Apple und Google an – und die Leidtragenden sind zunächst die Spieler. Ist eine Einigung in Sicht?
iPhone 12: Apple berei­tet passende Bund­les vor
Michael Keller
Her damit5Der Nachfolger des iPhone 11 (Bild) nähert sich mit großen Schritten
Der Release des iPhone 12 rückt näher: Gerüchten zufolge bereitet Apple derzeit Bundles für den Start vor, die "Apple One" heißen sollen.