Instagrams neue Richtlinien: Lasst die Hosen an!

Peinlich !5
Nackte Hintern? Nicht mehr auf Instagram
Nackte Hintern? Nicht mehr auf Instagram(© 2015 CC: Flickr/Lilit Matevosyan)

Das Bildernetzwerk Instagram hat seine Guidelines transparenter gestaltet. Das müsst Ihr künftig beachten.

Um es zu konkretisieren: Die überarbeiteten Gemeinschaftsrichtlinien sind nicht neu. Allerdings hat Instagram sie aktualisiert, um mehr Transparenz zu schaffen für die Nutzer. Ein Versuch, künftige Löschungen von Aufnahmen zu vermeiden und gleichzeitig User mehr dafür zu sensibiliseren, was angemessen ist - und was nicht.

Facebook wird ein Stückchen prüder: Auch wenn “full frontal nudity” sowieso verboten war, zeichnete das Netzwerk und einen Teil seiner Nutzerschaft bislang doch auch ein gewisser Grad von Freizügigkeit aus. Nackte Haut dürfte es in Zukunft weniger zu sehen geben. In den aktualisierten Richtlinen heißt es:

"Aus verschiedenen Gründen ist die Darstellung von Nacktheit auf Instagram jedoch nicht zulässig. Das gilt auch für Fotos, Videos und einige digital erstellten Inhalte, auf denen Geschlechtsverkehr, Genitalien und Nahaufnahmen nackter Gesäße zu sehen sind. Dazu zählen auch einige Fotos, auf denen Brustwarzen von Frauen zu sehen sind."

Fotos, die Narben nach einer Brustamputation oder aktiv stillende Mütter zeigen, seien jedoch erlaubt. Auch Nacktheit in Fotos, die Gemälde und Skulpturen abbilden, sei in Ordnung. Instagram tut gut daran, seine Richtlinien zu präzisieren und gleichzeitig transparenter zu gestalten. Erst vor wenigen Wochen ging dieses Foto einer menstruierenden Frauen viral, weil das Bildernetzwerk die Aufnahme löschte, obwohl sie offensichtlich nicht gegen die kommunizierten Richtlinien verstieß. Instagram reagierte und stellte das Bild wieder zur Verfügung.

Rassismus, Gewalt und Beleidigungen sind verboten

Darüber hinaus hat Instagram seine Verhaltensregeln präzisiert und spricht sich gegen Gewaltverherrlichung und Mobbing aus:

"Wir entfernen alle Inhalte, die glaubhafte Bedrohungen oder Hassreden enthalten, Inhalte, die darauf abzielen, Privatpersonen zu erniedrigen oder zu beschämen, persönliche Daten, mit denen Personen erpresst oder belästigt werden oder wiederholte unerwünschte Nachrichten."

Grundsätzlich seien offene und kontroverse Diskussionen zu Personen, die aufgrund ihres Berufs oder ihrer Aktivitäten, in den Nachrichten Thema sind oder über eine große öffentliche Zielgruppe verfügen, erlaubt.

“Aufrufe zu Gewalt oder zu Angriffen gegen bestimmte Personen aufgrund ihrer Rasse, ethnischen Herkunft, Nationalität, ihres Geschlechts oder ihrer geschlechtlichen Identität, ihrer sexuellen Orientierung, religiösen Zugehörigkeit oder aufgrund von Behinderung oder Krankheit, sind keinesfalls zulässig.”

Wenn Hassreden geteilt würden, um sie zu kritisieren oder das Bewusstsein dafür zu schärfen, erlaube Instagram dies möglicherweise. “In diesen Fällen verlangen wir jedoch, dass du deine Absichten deutlich zum Ausdruck bringst.”

“Ernsthafte Bedrohungen der öffentlichen oder persönlichen Sicherheit sind nicht zulässig. Das gilt auch für spezifische Androhungen körperlicher Schäden, von Diebstahl, Vandalismus und anderen finanziellen Schäden. Meldungen solcher Drohungen werden von uns sorgfältig auf ihre Glaubhaftigkeit geprüft.”

Darüber hinaus bittet Instagram darum, andere Nutzer nicht mit Werbebotschaften zu nerven und Selbstverletzung nicht zu verherrlichen. Die aktualisierten Richtlinien könnt Ihr gesammelt an dieser Stelle nachlesen.

Wir fassen das mal zusammen: Lasst die Hosen an und seid nett zueinander!


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