iOS 9: Sieben Neuheiten, die es nicht auf die WWDC-Bühne schafften

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Nicht alle Neuerungen von iOS 9 fanden bei der WWDC-Keynote Erwähnung.
Nicht alle Neuerungen von iOS 9 fanden bei der WWDC-Keynote Erwähnung.(© 2015 Apple)

Proactive, die News-App, Multitasking und eine neue Tastatur auf dem iPad sowie Updates für Apple Maps und die Notizen-App – was Apple bei der Präsentation von iOS 9 auf der WWDC-Keynote zeigte, waren längst nicht alle neuen Funktionen die die nächste Version des mobilen Betriebssystems mitbringt.

Über eine Stunde dauerte die Vorstellung der neuen Funktionen von iOS 9 auf der Keynote der Entwicklerkonferenz WWDC und trotzdem schafften es Apples Vice President für die Software-Entwicklung Craig Federighi und seine Kollegen nicht, alle neuen Funktion des Betriebssystem-Updates vorzustellen. Wir tragen das, was fehlte deshalb hier für Euch zusammen.

Längere PIN für mehr Sicherheit

Mit iOS 9 wird die PIN von vier auf sechs Zahlen verlängert und soll so für mehr Sicherheit sorgen. Die Eingabe zweier zusätzlichen Ziffern ist nicht die perfekte Lösung, sorgt aber dafür, dass eine sogenannte Brute Force-Attacke 100 Mal so viele Möglichkeiten durchspielen muss, was statt mehrerer Stunden fast fünf Tage Zeit in Anspruch nehmen würde. Ihr erhaltet so mehr Zeit, Apples Anti-Diebstahl-Werkzeuge in Anspruch zu nehmen, um Eure Daten zu sichern und das iPhone für den Dieb unbrauchbar zu machen – sofern er nicht Glück hat und die richtige PIN in kurzer Zeit errät. Bei der Entsperrung mit dem Fingerabdruck über die Touch ID müsst Ihr die PIN natürlich weiterhin nicht eingeben.

Zwei-Faktor-Authentifizierung verhindert unbefugte Zugriffe

Apple baut die Zwei-Faktor-Authentifizierung weiter aus: Bisher überzeugt der Schutz, der zum Beispiel bei der Anmeldung in der iCloud neben der Eingabe der Apple-ID und des Passworts noch einen an das iPhone gesendeten Code verlangt, nicht wirklich. Das hindert Apple aber nicht daran das Sicherheitstool weiter auszubauen – und hoffentlich auch zu verbessern. In Zukunft werdet Ihr auch einen zusätzlichen Code eingeben müssen, wenn Ihr Euch in einem neuen Browser oder auf einem neuen Gerät anmeldet. Die entsprechende Zahlenfolge erscheint auf Eurem anderen Gerät von Apple oder kommt per SMS auf Euer Handy.

Eigene App für iCloud Drive

Der Onlinespeicher iCloud Drive erhält mit iOS 9 eine eigene App. Apple hält sie aber für verzichtbar und so müsst Ihr sie erst in den Einstellungen aktivieren, damit sie auf dem Homescreen erscheint. Mit Hilfe der Anwendung seht Ihr nicht nur die in Eurer iCloud abgelegten Dateien, sondern könnt sie fast genauso wie über einen Mac oder im Browser bearbeiten und verwalten.

Updates benötigen weniger freien Speicherplatz

Unter iOS 9 gestaltet Apple die Software-Updates neu. Diese werden in Zukunft nicht mehr heruntergeladen und entpackt, sondern "effizient gestreamt", wie es aus Cupertino heißt. Das bedeutet für Euch, dass für eine Aktualisierung von iOS weniger freier Speicherplatz als bisher benötigt wird – im Gegenzug aber eine Onlineverbindung während des Update-Vorgangs bestehen muss. Die Grafik auf der Vorschau-Seite von iOS 9 deutet an, dass für iOS 9 nur 1,3 Gigabyte nötig sind, während es für iOS 8 noch 4,58 Gigabyte waren.

Updates über Nacht installieren

Updates benötigen unter iOS 9 nicht nur weniger freien Speicherplatz, sondern machen sich, sobald sie zur Installation bereit stehen, mit einer Benachrichtigung bemerkbar. Ihr müsst die Software-Aktualisierung nicht sofort durchführen, sondern könnt Sie auf die Nacht verschieben, wenn ihr schlaft, oder einen anderen Moment, in dem Ihr Euer iPhone oder iPad gerade nicht benötigt.

Apps rendern, scrollen und animieren mit Metal schneller

Bei der Keynote zur WWDC hat Apple zwar Metal für OS X vorgestellt, dabei aber vergessen zu erwähnen, dass die Grafik-Schnittstelle auch unter iOS 9 Neues zu bieten hat: Sie sorgt in Zukunft nicht nur dafür, dass Spiele mit aufwendiger Grafik auf dem iPhone und iPad flüssig laufen, sondern auch dafür, dass alle Apps den Prozessor und den Grafikchip effizienter nutzen können und zum Beispiel E-Mails, Nachrichten, Webseiten und PDFs schneller scrollen, rendern und animieren.

Move to iOS erleichtert den Wechsel von Android zum iPhone

Apple erleichtert den Wechsel von Android zu iOS. Zusammen mit iOS 9 erscheint mit "Move to iOS" eine App, die Ihr auf Eurem alten Android-Smartphone installiert und die Euch dabei hilft, persönliche Daten auf Euer neues iPhone zu übertragen. Das überflüssige Android-Gerät könnt Ihr anschließend im Apple Store dem Recycling-Kreislauf zuführen.


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