iOS-Sicherheitslücke: Bug in der Mail-App macht es Passwort-Dieben leicht

Peinlich !11
Angreifer könnten den Bug in der Mail-App von iOS nutzen, um Eure Passwörter zu stehlen
Angreifer könnten den Bug in der Mail-App von iOS nutzen, um Eure Passwörter zu stehlen(© 2014 CURVED)

Vorsicht vor falschen Pop-up-Fenstern: Die Mail-App von iOS enthält offenbar eine Sicherheitslücke, die es Gaunern ermöglicht, an Eure Passwörter zu kommen. So könnt Ihr allzu leicht auf ein gefälschtes Fenster, das sich als täuschend echtes iCloud-Pop-up ausgibt, hereinfallen und dabei Eure Apple ID mitsamt Passwort offenlegen.

Der Bug innerhalb der Mail-App erlaubt es den Angreifern, ein solches Pop-up-Fenster durch HTML-Inhalte in einer E-Mail darzustellen, berichtet The Register. Auf diese Weise kann das gefälschte Login-Fenster für iCloud produziert werden. Sollte jemand diese Sicherheitslücke von iOS ausnutzen, könnte er relativ einfach an Account-Daten von ahnungslosen Nutzern gelangen.

Apple soll seit Januar nicht auf den Bug-Bericht reagiert haben

Der Bug würde die Möglichkeiten des Angreifers nicht auf ein gefälschtes iCloud-Fenster beschränken. Theoretisch habe derjenige, der auf diese Weise eine Phishing-Attacke ausführt, auch die Möglichkeit, jede andere iOS-Anwendung zu imitieren, an deren Nutzerdaten er gelangen will.

Wie der Sicherheitsexperte Jan Soucek bekannt gab, der den Bug entdeckte, habe er Apple bereits im Januar 2015 auf die Sicherheitslücke der Mail-App hingewiesen. Das Unternehmen aus Cupertino habe aber auf seine Entdeckung allerdings nicht reagiert; in sämtlichen folgenden iOS-Updates ist die Möglichkeit weiterhin gegeben. Er habe mit der öffentlichen Bekanntmachung des Bugs gewartet, um Apple Zeit für die Ausräumung zu geben – was bis heute nicht geschehen sei. Mit der Veröffentlichung der Sicherheitslücke will er nun den Druck auf das Unternehmen erhöhen. Damit eröffnet er aber gleichzeitig potenziellen Betrügern die Möglichkeit, die Sicherheitslücke auch tatsächlich auszunutzen. In ein Video zeigt Soucek, wie eine solche Phishing-Attacke aussehen kann.


Weitere Artikel zum Thema
iPhone X mit Echt­gold kostet über 3000 Euro
Christoph Lübben
Legend bietet das iPhone X in den Varianten "Momentum", "Corium" und "Aurum" an  (von links nach rechts)
Das iPhone X mit Gold, Diamanten oder exotischem Leder: Ein finnischer Hersteller bietet teure Luxus-Varianten inklusive Gold-EarPods an.
iPad Pro könnte künf­tig raues Display erhal­ten
Christoph Lübben8
Das Patent beschreibt ein Display mit rauer Oberfläche, die Papier ähnelt
Schreiben wie auf Papier mit dem Apple Pencil: Einem Patent von Apple zufolge ist eine raue Display-Oberfläche für das iPad Pro in Arbeit.
Smart­phone am Steuer: So viel müssen Verkehrs­sün­der jetzt zahlen
Christoph Lübben4
UPDATEOhne Freisprechanlage dürft Ihr das Smartphone am Steuer nicht nutzen
Neue Strafen ab Mitte Oktober 2017: Ab sofort ist die Smartphone-Nutzung am Steuer teurer. Aber auch Tablets dürft Ihr im Wagen nicht nutzen.