Apples rührender Weihnachtsspot hat Frankensteins Monster in der Hauptrolle

Apple hat seinen Weihnachtsspot für 2016 veröffentlicht: Wie in jedem Jahr soll der Clip eher zum Nachdenken anregen, das iPhone 7 spielt daher nur eine Nebenrolle. Hauptfigur in dem zweiminütigen Spot ist offenbar Frankensteins Monster, worauf der Titel "Frankie's Holiday" ("Frankies Urlaub/Weihnachten") hindeutet.

Nähte an den Gliedmaßen, Schrauben im Hals und eine undeutliche Aussprache – kein Wunder, dass Frankensteins Monster im Weihnachtsspot von Apple ein Einsiedlerleben zu führen scheint. Eine behagliche Inneneinrichtung samt Weihnachtsdeko und Kamin deutet aber schon darauf hin, dass in "Frankies" Innerem ein sanftes Gemüt ruht. Doch was hat es mit der Melodie der Spieluhr auf sich, die er mit seinem iPhone 7 aufnimmt?

iPhone 7 spielt nur Nebenrolle

In der nächsten Szene sehen wir den Protagonisten erstmals vollständig: Keine Schönheit zwar und eine altbackene Mode. Der letzte Ausflug liegt offenbar einige Jährchen zurück, muss er doch erst seinen Hut abstauben, bevor er losgeht. Unterwegs sammelt er eine mysteriöse Schachtel auf, dessen Inhalt wir erst in der nächsten Szene zu sehen bekommen. Eine Gruppe Menschen hat sich am Weihnachtsabend unter einer Tanne versammelt. Nun humpelt Frankie ins Rampenlicht, zum Schrecken der Anwesenden. Aus der Schachtel entnimmt er nun zwei Glühlampen, eine rote und eine grüne und stöpselt sie sich in seine Halsschrauben. Wir ahnen, was folgt: Er zückt sein iPhone 7, spielt die Aufnahme der Spieluhr ab und setzt zum Weihnachtsständchen an.

Die Performance stößt zunächst auf ein ungläubig dreinblickendes Publikum, das mit dem ungewöhnlichen Outsider wenig anzufangen weiß, zumal eine der Lampen ihren Geist aufgibt. Als ein kleines Mädchen aber schließlich in den Song einstimmt und mit einem beherzten Schnipser die Birne wieder zum Leuchten bringt, fangen alle an zu singen. Die Moral der Geschicht': Der Geist der Weihnacht lässt alle Grenzen überwinden. Ob das Ganze nicht auch ohne iPhone 7 geklappt hätte, lässt der Werbespot allerdings offen. Übrigens: Bei 0:19 ist kurz ein antikes Bild einer Frau zu sehen. Es handelt sich dabei um ein Porträt von "Frankenstein"-Autorin Mary Shelley.


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