Kickstarter-Wahnsinn: Kartoffelsalat für 55.000 Dollar

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Was macht den idealen Kartoffelsalat aus?
Was macht den idealen Kartoffelsalat aus?(© 2014 CC: Flickr/lifeontheedge)

Was ursprünglich als Satire auf den Boom von Crowdfunding-Projekten gedacht war, sprengte am Ende nicht nur die Spendenschalen, sondern auch herkömmliche Salatschüsseln: Über 55.000 Dollar heimste Initiator Zack „Danger“ Brown auf Kickstarter für einen Kartoffelsalat ein. Bald schmeißt er eine Party für Bedürftige.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Der 31 Jahre alte Zack Brown startet eine Kickstarter-Spendenaktion, will 10 Dollar für einen Kartoffelsalat – und macht sich am Ende dank der Unterstützung von fast 7.000 Spendern mit über 55.000 Dollar vom Acker — zumindest vorerst.

Wie Polygon schreibt, will der gute Mann den viralen Erfolg nutzen, um auf die schwierige Situation von Obdachlosen und sozial geschwächten Menschen in seinem Heimatstaat Ohio aufmerksam zu machen. Alle haben nun etwas davon: Bedürftige bekommen einen gewaltigen Haufen Salat und während die Speise zubereitet wird, liest Zack Brown in einem Video die Namen aller Spender vor. Am Ende soll’s sogar Merchandising-Artikel geben.

Entsprechend amüsant lesen sich unter dieser Prämissen nun auch die Zwischenziele auf der Kickstarter-Seite: Sollten 100 Dollar zusammenkommen, wollte Zack Brown gleich zwei Rezepte ausprobieren. Bei 250 Dollar wollte er eine bessere Mayonnaise nutzen, bei 1000 Dollar versprach er einen Live-Stream von der Zubereitung.

Mehrwert mit Nährwert

In weiten Teilen der USA ist Verarmung ein gewaltiges Thema. Deshalb startet Brown zunächst am 27. September eine große Kartoffelsalat-Party, auf der auch Bands auftreten sollen. Weise Worte gibt’s von ihm als Resümee auf die Aktion: „Diese Art von Fond generiert jährlich ein wachsendes Interesse“, schreibt Brown. „Zwar wird unser kleiner Internet-Gag eines Tages vergessen sein — die Auswirkungen jedoch bleiben für immer spürbar.“ Überschüssige Einnahmen sollen einer Stiftung in Columbus zufließen. Darüber hinaus plant Brown eine transparente Pro-Profit-Organisation, die „Humor und Freude über die Welt bringen wird“. Na dann— guten Hunger!


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