Kurios: WhatsApp steht wegen Verschlüsselung vor Verbot

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Brasilianische Nutzer könnten bald aus WhatsApp ausgeschossen werden
Brasilianische Nutzer könnten bald aus WhatsApp ausgeschossen werden(© 2014 WhatsApp, CURVED Montage)

Millionen WhatsApp-Nutzer aus Brasilien könnten bald ohne Zugriff auf den beliebten Messenger dastehen: Ein Richter hat die Aussetzung angeordnet, offenbar mit der Begründung, dass über das Netzwerk Kinderpornografie ausgetauscht werde, berichtet Softpedia.

Richter Luiz de Moura Correia, der die Anordnung bereits Anfang Februar auf den Weg brachte, äußerte sich selbst nicht zu seinen Beweggründen, da es sich um einen laufenden Fall handle. Medienberichten zufolge sei der Grund für diese Entscheidung aber der Verdacht, dass kinderpornografische Inhalte über WhatApp geteilt werden.

Bringt Verschlüsselung rechtliche Probleme für WhatsApp?

Um dem nachzugehen, habe der Richter von WhatsApp verlangt, rechtlich relevante Informationen preiszugeben. Das Problem dabei ist allerdings die End-to-End-Verschlüsselung des Programms. Sobald der Absender seine Nachricht losschickt, wird sie verschlüsselt und erst beim Empfänger wieder dekodiert. Die zwischengespeicherten Daten auf den Servern des Dienstes sind für Dritte daher nutzlos.

Bislang läuft der Betrieb von WhatsApp wie bisher weiter, da gegen die richtigerliche Anordnung Einspruch eingelegt wurde. Das Unternehmen selbst hat sich zu dem Fall bislang nicht geäußert, zumal es keine offizielle Niederlassung in Brasilien besitzt. Die Anordnung ging daher zunächst an die Mobilfunkbetreiber, die jetzt dagegen vorgehen. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Fall entwickelt und ob Verschlüsselung rechtliche Probleme für Service-Dienstleister wie WhatsApp mitbringen kann.


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