Lindsay Lohan entwickelt Shazam für Fashionistas

Peinlich !8
Lindsay Lohan startet nach dem Alkohol-Entzug ein neues Leben als App-Entwicklerin.
Lindsay Lohan startet nach dem Alkohol-Entzug ein neues Leben als App-Entwicklerin.(© 2014 OWN)

Die US-Schauspielerin steigt mit ihrem kleinen Bruder ins App-Geschäft ein. Dass sie die Dating-App Tinder verwendet, streitet sie jedoch ab. Ihr Profil habe ebenfalls ihr Bruder angelegt.

Zweites Standbein: Apps

Auf Oprah Winfreys Fernsehsender OWN kann das TV-Publikum derzeit bei der Doku-Serie „Lindsay“ mitverfolgen, wie der ehemalige Teenie-Star nach einem Alkohol-Entzug in den normalen Lebensalltag zurückkehrt. Lohan versucht jedoch nicht nur, die Filmindustrie wieder von sich zu überzeugen, sondern baut sich sicherheitshalber auch ein zweites Standbein auf.

„Ich entwickle gemeinsam mit meinem Bruder eine App“, erklärte sie vor einigen Tagen in der Talkshow von Ellen DeGeneres und führt weiter aus: „Wie Shazam, nur für Bekleidung.“ Die Anwendung soll Spotted Friend heißen. Immerhin eine Landing-Page gibt es dafür schon. Die sieht allerdings noch sehr spartanisch aus. Nach Eingabe der Emailadresse kommt der User nicht zur Anwendung, sondern wird erst mal „auf bald“ verwiesen.

Shazam für Mode bisher nicht marktreif

Das Konzept „Shazam für Mode“ ist nicht ganz neu, auch wenn es sich bisher nicht durchgesetzt hat. Die Hersteller der beliebten Musikerkennungs-App testeten selbst vergangenes Jahr eine Funktion, mit der Nutzer Kleidungsstücke in ausgewählten Fernsehsendungen „shazamen“ konnten. In der realen Welt ist diese Technologie noch nicht angekommen. Diesen Anwendungsfall versucht unter anderem die App „Style Eyes“ abzudecken. Die Applikation hat jedoch mit zwei Herausforderungen zu kämpfen. Zum einen erkennt die Datenbank, auf die Style Eyes zurückgreift, viele Kleidungsstücke nicht oder ordnet sie falsch zu. Zum anderen schießt man bei „Shazam für Mode“-Anwendungen wahrscheinlich meist Fotos von fremden Personen, die eigentlich einwilligen müssen, dass sie fotografiert werden.

Kann Lindsay Lohan gemeinsam mit ihrem Bruder diese Probleme lösen? Wir warten gespannt auf Spotted Friend. Im gleichen Interview betonte die Schauspielerin übrigens auch, dass sie nie auf der Dating-App Tinder war: „Mein Bruder hat einfach ein Profil von mir angelegt, ich habe es selbst nie verwendet“, beteuert sie. Hat Michael Lohan etwa auch ihren Twitter-Account gehackt? Denn im Herbst postete Lohan einen Screenshot des Tinder-Profils ihres Bruders und kommentierte: „Schaut mal, wen ich gerade gefunden habe!“

Tinder holt sich Stars

Lohan wäre jedenfalls nicht der einzige Promi, der auf der Dating-App vertreten ist. Auch Ashton Kutcher hat ein Profil. Erst kürzlich haben die Entwickler begonnen, bekannten Persönlichkeiten einen „Verified“-Status zu verleihen. Dass die Hollywood-Stars zufällig und aus freien Stücken bei Tinder angemeldet ist, lässt sich anzweifeln. Tinder selbst hat sein Headquarter in Los Angeles und kann von der Berichterstattung in Gossip-Magazinen durchaus profitieren.

Seit geraumer Zeit hat die Unterhaltungsindustrie in Südkalifornien die Tech-Branche für sich entdeckt – allen voran natürlich Star-Investor Kutcher, aber auch Topmodel Tyra Banks und TV-Produzent Ryan Seacrest. Lindsay Lohans „Spotted Friend“ könnte jedenfalls ein Erfolg werden – wenn ordentlich umgesetzt.


Weitere Artikel zum Thema
iOS 11: Instal­la­tion von Tasta­tur-Apps wird deut­lich einfa­cher
iOS 11 bringt den Anwendern neue Tastatur-Features
iOS 11 bietet einen einfachen Weg, Drittanbieter-Tastaturen zu verwenden. Bislang war das recht umständlich.
Apple Maps lässt Euch mit ARKit in VR durch Häuser­schluch­ten flie­gen
Michael Keller
Apple Maps könnte unter iOS 11 Virtual-Reality-Ansichten ermöglichen
Apples ARKit erlaubt spektakuläre Erweiterungen für Apple Maps – die ein Entwickler nun offenbar in der zweiten Beta von iOS 11 gefunden hat.
Diese Augmen­ted-Reality-App muss auf jedes iPhone
Felix Disselhoff
Screenshot aus AR Measure auf einem iPhone 7 Plus
Augmented Reality? Ist für die meisten Nutzer noch ein teurer Spaß ohne Alltagsnutzen. Wie praktisch AR-Apps mit iOS 11 aber werden, zeigt AR Measure.