Line: Japanisches WhatsApp will Deutschland erobern

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Chat-App made in Asien: Line stammt zwar aus Japan, gehört inzwischen aber zur koreanischen Naver Corporation
Chat-App made in Asien: Line stammt zwar aus Japan, gehört inzwischen aber zur koreanischen Naver Corporation(© 2014 Line, CURVED Montage)

Seit genau einem Jahr ist Line hierzulande verfügbar, seinen Ursprung hat der Instant-Messenger in Japan. Nun hat das Unternehmen angekündigt, in Deutschland stärker zu expandieren und WhatsApp die Stirn zu bieten, berichtet STERN.

Sunny Kim, Chefin der europäischen Line-Niederlassung, drückte sich unmissverständlich aus: "Wir wollen innerhalb kurzer Zeit zu einer starken Konkurrenz für WhatsApp werden." Einen Plan, wie das gelingen soll, gibt es offenbar: Line wolle vor allem in Sachen Datenschutz und Privatsphäre punkten – den Eigenheiten des deutschen Marktes entsprechend. "Wir brauchen für jedes Land eine andere Strategie", so Kim. Dass die Bevölkerung hierzulande nach den NSA-Enthüllungen die Nase voll davon hat, ausgespäht zu werden, ist Line also wohl nicht entgangen. In einem Vergleich mehrerer Chat-Dienste bewertete Stiftung Warentest Ende Februar 2014 allerdings sowohl Line als auch WhatsApp noch mit "sehr kritisch". Das Blog SMS-Alternative.com lobt hingegen die Funktionsvielfalt und die Möglichkeit, den Messenger auch auf PC und Notebook verwenden zu können.

Überweisungen tätigen per Line

Außer dem Austausch von Nachrichten will Line künftig auch einen eigenen Bezahldienst anbieten. Neben dem Chat-Dienst stellt das Unternehmen außerdem eine eigene Plattform bereit: Bislang waren dort lediglich Spiele und Sticker erhältlich, künftig soll das Angebot aber auch Apps und Webdienste umfassen. Selbst als Offline-Zahlungsmittel soll der Service dienen, Kreditkarte vorausgesetzt. Auch Überweisungen auf andere Konten sollen damit möglich sein. Wann genau die neuen Features verfügbar sein sollen, ist noch nicht bekannt.


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