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Android-Trojaner Loapi kann euren Smartphone-Akku entzünden

Ein gefährlicher Trojaner treibt auf Android-Geräten sein Unwesen
Ein gefährlicher Trojaner treibt auf Android-Geräten sein Unwesen (© 2015 CURVED )
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18.12.17 von

Francis Lido

Das auf Antivirensoftware spezialisierte Unternehmen Kaspersky hat einen neuen gefährlichen Trojaner entdeckt, der es auf Android-Geräte abgesehen hat: "Loapi" unterscheidet sich offenbar in mehrerlei Hinsicht von anderer Schadsoftware. Er soll euer Smartphone oder Tablet sogar zerstören können.

"Loapi" kann laut Kaspersky "nahezu beliebig schädliche Aktionen ausführen". Die Machenschaften des Android-Trojaners reichen von Werbeeinblendungen und SMS-Abzocke über Bitcoin-Mining bis hin zum Missbrauch eures Smartphones für die beabsichtigte Überlastung von Servern (DDoS-Atacken). Besonders erschreckend: Anders als andere Android-Malware kann er euer mobiles Endgerät – vermutlich unbeabsichtigt – "physisch zerstören", indem er es überlastet und der Akku sich aufgrund der Hitze deformiert.

Modularer Aufbau erlaubt "Funktionserweiterung"

Auch ein Kaspersky-Sicherheitsexperte zeigt sich davon beeindruckt: "Selbst von einem ausgeklügelten Android-Trojaner würde man so etwas nicht erwarten." Eine weitere Besonderheit von "Loapi" ist dessen modularer Aufbau. Denn dadurch lässt sich der "Funktionsumfang" des Trojaners auf einem befallenen Android-Gerät nachträglich erweitern. Die Verbreitung des Trojaners erfolgt über Werbekampagnen, die den Trojaner ironischerweise als Antivirenprogramm oder als Erwachsenen-App tarnen. Gelingt es "Loapi", sich nach der Installation die Administratorrechte zu sichern, stellt der Trojaner heimlich eine Server-Verbindung her, um weitere Malware-Module zu installieren.

Außerdem bescheinigt Kaspersky "Loapi" einen ausgeprägten Selbsterhaltungstrieb: Will der Smartphone-Besitzer dem Android-Trojaner die Administratorrechte entziehen, blockiert der Schädling das Display und schließt das Einstellungsfenster. Außerdem kann er Antivirensoftware erkennen und fordert den Nutzer so lange zu deren Entfernung auf, bis dieser schließlich einlenkt.

Das Fazit von Kaspersky: "Loapi ist ein interessantes Beispiel für eine Android-Malware, denn das Design des Trojaners erlaubt nahezu jede Funktionalität. Das Gerät muss nur einmal infiziert werden und kann dann für ganz unterschiedliche schädliche und betrügerische Aktionen genutzt werden." Wie könnt ihr euch also vor Loapi" schützen? Kaspersky empfiehlt, die App-Installation außerhalb offizieller App-Stores zu deaktivieren, Android regelmäßig zu aktualisieren – und natürlich eine Antivirensoftware zu nutzen.

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