Miitomo: Erfolg des Nintendo-Spiels für Smartphones lässt stark nach

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Mittomo kann seine Spieler offenbar nicht langfristig binden
Mittomo kann seine Spieler offenbar nicht langfristig binden(© 2016 CURVED)

Einkleiden, Fragen beantworten, Antworten anhören: So richtig viel hat Miitomo nicht zu bieten – und dies scheint sich gut zwei Monate nach dem Start auch auf die Spielerzahlen auszuwirken. Wie eine neue Statistik des Analyse-Unternehmens SurveyMonkey zeigt, verlieren mittlerweile viele Spieler wieder das Interesse.

Eigentlich ist es nicht ungewöhnlich, dass die Nutzerzahlen eines Online-Spiels zum Start heftig nach oben gehen und dann mit der Zeit langsam kleiner werden. Für soziale Netzwerke, zu denen Miitomo auch irgendwie zählt, ist dies aber hingegen kein gutes Zeichen. Über die sozialen Verknüpfungen sollte sich das Spiel weiter verbreiten. Das Gegenteil ist aber offenbar der Fall.

Zu wenig Neuerungen?

Die Statistik zeigt, dass die Zahl der wöchentlich aktiven Nutzer von Nintendos erstem Smartphone-Spiel seit Erreichen des Höhepunktes gegen Mitte April 2016 um etwa 74 Prozent zurückgegangen ist. SurveyMonkey zieht hier den Vergleich mit den äußerst beliebten Spielen Candy Crush Jelly Saga und Clash Royale. Ersteres verbuchte zum Tiefststand im April nur 32 Prozent weniger wöchentlich aktive Spieler als zum Höhepunkt kurz nach Release. Mittlerweile konnten wieder Nutzer hinzugewonnen werden. Bei Clash Royale gingen die Spielerzahlen verglichen mit der bisherigen Bestmarke nur zwischenzeitlich um 22 Prozent zurück. Seitdem steigt die Spielerzahl wieder deutlich an.

Nachdem es erst so aussah, als würde Miitomo sich für Nintendo zu einer wahren Goldgrube entwickeln, stellt sich nun die Frage, wie weit die Nutzerzahlen noch absinken werden. Mit seiner starken sozialen Komponente könnte sich der Spielerschwund womöglich noch selbst beschleunigen, denn ein soziales Netzwerk ohne Freunde, die mitmachen, besitzt wenig Reiz. Nintendo ist nun gefordert und muss neue Inhalte nachlegen, um bestehende Spieler zu binden und im besten Fall sogar neue zu überzeugen und alte zur Rückkehr zu bewegen. Wir sind gespannt, ob dies gelingen wird – und wie sich die nächsten Nintendo-Spiele für iOS und Android schlagen werden.


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