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Nextbit Robin ist tot: Support für Cloud-Smartphone eingestellt

Nutzer des Nextbit Robin bekommen nun keinen Kundenservice mehr
Nutzer des Nextbit Robin bekommen nun keinen Kundenservice mehr (© 2015 CURVED )
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02.08.17 von

Stefanie Enge

Nextbit Robin ist tot. Am Dienstag hat der Hersteller den Support für das Cloud-Smartphone offiziell eingestellt. Sicherheits- und Softwareupdates sollen aber noch bis Ende Februar 2018 regelmäßig erscheinen.

Ursprünglich begann das Robin als Kickstarter-Kampagne. Die Entwickler um den ehemaligen HTC-Designer Scott Croyle übertrafen Ende 2015 ihr Ziel von 500.000 Dollar um mehr als das Doppelte. Im Februar 2016 wurde das Gerät ausgeliefert und im Juni der Verkaufspreis von 399 Dollar auf 299 Dollar gesenkt. Nun wurde das Projekt offiziell eingestellt.

Immer genug Speicherplatz

Es war eine visionäre Idee für ein Smartphone, das sich von allen anderen abheben sollte. Statt Metall-Unibody und abgerundeter Ecken setzte Nextbit auf eine gerade und kantige Plastik-Lösung. Auch farblich stach es aus der Masse an gleich aussehenden, dunklen Smartphones hervor.

Das Konzept des Robin: niemals zu wenig Speicher. Intern waren 32 Gigabyte verbaut, dazu gab es 100 Gigabyte Speicherplatz in der hauseigenen Cloud. Nicht benötigte Apps und Foto in Originalauflösung wurden automatisch in die Cloud des Unternehmens ausgelagert. Der interne Speicher auf dem Smartphone war somit nie voll. Die Frage ob und wann die Cloud nun abgeschaltet wird, hat Nextbit bisher nicht beantwortet.

Das Supportende betrifft den Kundenservice. Per Chat oder Telefon könnt Ihr keine Fragen mehr an den Hersteller richten. Nextbit verweist dafür nur noch auf die eigene Hilfe-Seite oder das Razer-Forum. Bis zum Februar 2018 soll es aber weiterhin Updates für das Betriebssystem geben. Das betrifft vor allem Sicherheitsupdates, Android O ist unwahrscheinlich. Falls Euch das Nextbit Robin vom Design her gefällt, könnt Ihr das Smartphone aus den Restbeständen derzeit noch günstig erwerben. Nach Ende der Softwareunterstützung könnt Ihr auch ein alternatives Android-Betriebssystem (z.B. LineageOS) aufspielen.

Folgt jetzt ein Gaming-Smartphone?

Doch so spannend und neu die Idee des Robin auch war, bereits nach eineinhalb Jahren ist sie jetzt Geschichte. Ende Januar hat der Gaming-Hardware-Hersteller Razer das Startup Nextbit mit all seinen Mitarbeitern aufgekauft. Im vergangenen Monat berichtete Bloomberg nun, dass Razer tatsächlich ein Smartphone für Gamer entwickeln will – aber mehr Geld benötigt und dafür sogar einen Börsengang plant. Im Oktober soll Razer laut dem Bericht in Hong Kong seine Pläne vorstellen.

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