Patentstreit: Samsung muss Apple 120 Millionen zahlen

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Das kalifornische Gericht kam zu einem weitaus schwächerem Urteil, als Apple sich erhoffte.
Das kalifornische Gericht kam zu einem weitaus schwächerem Urteil, als Apple sich erhoffte.(© 2014 Youtube/uscourts)

Das Gericht hat im Patentstreit zwischen den Smartphone-Herstellern Samsung und Apple entschieden: Der koreanische Konzern muss dem iPhone-Produzenten knapp 120 Millionen US-Dollar zahlen. Ursprünglich hatte Apple zwei Milliarden Dollar für die Verletzung von fünf Patenten gefordert. 

Auch Apple muss zahlen

Nach vier Wochen vor Gericht lautete das Urteil der Jury am Freitag, dass Samsung zwei Patente seines Konkurrenten verletzt. Die Strafzahlung ist weitaus weniger als der Betrag, den Apple verlangte.

Doch auch der im kalifornischen Cupertino beheimatete Konzern wird zur Kasse gebeten. Samsung soll von Apple eine Schadensersatzzahlung in Höhe von rund 159.000 US-Dollar erbringen, ebenfalls wegen Verletzung von Patenten. Der Galaxy-Hersteller wollte eigentlich sechs Milliarden einfordern.

Kleiner Gewinn für beide Parteien

Das Urteil ist nur ein kleiner Gewinn für Apple und wahrscheinlich ein größerer Erfolg für Samsung. Vor zwei Jahren wurde der Smartphone-Hersteller bereits zu einer Zahlung von 930 Millionen US-Dollar im Rechtsstreit mit Apple verurteilt.

Die wochenlangen Verhandlungen brachten brisante Unternehmensinterna ans Tageslicht. So soll Apple-CEO Steve Jobs den Streit mit seinem größten Konkurrenten als "Heiligen Krieg" bezeichnet haben. Beide Unternehmen fürchten einander, wie interne Mitarbeiterunterlagen verrieten, und Google unterstützte Samsung als Android-Partner finanziell im Rechtsstreit.

Zu den Funktionen, die Samsung vom iPhone kopiert haben soll, zählt unter anderem die "Slide to unlock"-Technologie, die Hintergrundsynchronisierung und die Autokorrektur.


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