Photos-App für OS X: Das kann der iPhoto-Nachfolger

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Photo wird künftig iPhoto und Aperture von Apple ablösen. Wir haben uns schon jetzt die Beta angeschaut
Photo wird künftig iPhoto und Aperture von Apple ablösen. Wir haben uns schon jetzt die Beta angeschaut(© 2015 CURVED Montage)

Bye-bye iPhoto, bye-bye Aperture! Apple trägt beide altgedienten Bildbearbeitungsprogramme zu Grabe und ersetzt diese durch die neue Photos-App für OS X. Wir haben uns die App in OS X 10.10.3-Beta angeschaut und zeigen Euch, was die App alles kann.

Noch in diesem Frühjahr schickt Apple iPhoto und Aperture endgültig in Rente. Stattdessen soll die neue Photos-App eure Bilder und Videos auf dem OS X-Rechner verwalten und diese auch bearbeiten können. Entwickler dürfen die Software mit der erst kürzlich veröffentlichten Beta-Version von OS X 10.10.3 schon testen, da die App künftig anstelle von iPhoto Bestandteil von Apples Betriebssystem sein wird.

Was macht Photos?

Die neue Photos-App, in der lokalisierten Version von OS X sie natürlich Fotos heißen, macht all das, was iPhoto schon konnte. Auch die neue App wird in der Lage sein, Aufnahmen von euren iOS-Geräten, Kameras oder Festplatten zu importieren und zu verwalten. Dabei werden die in anderen Programmen eingetragenen Metadaten zum größten Teil in Fotos übernommen, nur selbst angelegte Metafelder und Daten werden in der aktuellen Beta nicht übernommen. Aber keine Angst, denn diese Daten bleiben in den Bildern erhalten und werden nicht von der Photos-App gelöscht, sondern einfach nicht ausgelesen.

Optisch ist das neue Photos stark an die iOS-Variante angelehnt, sodass sich Nutzer eines iPhones oder iPads schnell zurechtfinden. Bilder und Videos werden nach Jahren, Sammlungen oder Momenten angeordnet. Per Pinch-Geste könnt Ihr in der Jahresübersicht in die Sammlungen oder Momente hineinzoomen.

In der obersten Zeile von Photos gibt es analog zum iOS-Pendant die Rubriken für die lokalen Fotos, die "Für alle" genannten iCloud-Freigaben und Alben. In der Photos-App für OS X gibt es aber noch einen weiteren Reiter, der sich Projekte nennt. Darüber lassen sich vorher ausgesuchte Bilder zu Fotobüchern, Grußkarten, Kalendern oder Diashows zusammenfügen, aber auch Abzüge bestellen.

Bilder manuell oder automatisch bearbeiten

Photos soll nicht nur zur Bilderverwaltung auf dem Mac genutzt werden, sondern auch zur Bildbearbeitung. Hier sieht es oberflächlich sehr mager aus, denn Apple stellt auf den ersten Blick nur eine automatische Verbesserung, Drehungen, Beschneiden, Filter und Retuschier-Funktionen zur Verfügung. Erst wenn Ihr unter "Anpassungen" die Automatik abschaltet, könnt Ihr dort per Schieberegler Belichtung, Kontrast, Helligkeit, Sättigung und noch weitere Parameter einstellen. Leider fehlt in der aktuellen Beta-Version die Möglichkeit zur Bildbearbeitung mit Gradationskurven, Masken und Verläufen. Ob diese Funktionen bewusst in Photos ausgelassen wurden, oder ob sie in späteren Beta-Versionen nachgeliefert wird, ist aktuell nicht bekannt.

iCloud mit an Bord, aber kein Muss

Natürlich kann Photos auch auf sämtliche Bilder in der iCloud zurückgreifen. Verbindet Ihr Euer iCloud-Konto in den Einstellungen von Photos, dann können die Bilder am Mac direkt bearbeitet und die Änderungen für alle verbundenen Geräte sichtbar gemacht werden. Das hat natürlich den Vorteil, dass Ihr auf allen Geräten immer die geänderten Versionen habt. Man sollte aber vorsichtig mit seinem iCloud-Speicher sein, denn die kostenlosen 20 GB sind sehr schnell aufgebraucht, vor allem wenn man auch noch Rohdateien von Kameras in der Photos-App gesichert hat. In der aktuellen Beta könnt Ihr noch beeinflussen, welche Bilder, aber vor allem welche Arten von Bildern in der Cloud gespeichert werden sollen. Hoffentlich wird Apple in der finalen Version noch die Möglichkeit anbieten, dass Rohdaten nicht in der iCloud gesichert werden. Ansonsten werdet Ihr durch das Synchronisieren mit der iCloud und den verbunden iPhones schnell an Eure Speichergrenzen stoßen.

Generell kann man sagen, dass die neue Photos-App mächtiger geworden ist als iPhoto, aber bei weitem kein Adobe Photoshop-Konkurrent ist. Da fehlen doch noch wichtige Features wie die Gradationskurvenbearbeitung, Masken und andere Bildbearbeitungsinstrumente. Für den Hausgebrauch und den semi-professionellen Bereich reicht die neue Photos-App vollkommen aus. Vielleicht schraubt Apple bis zum finalen Release im "Frühjahr" noch etwas an Photos herum und spendiert der App weitere Funktionen. Wir halten Euch da natürlich auf dem Laufenden.


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