Quartalszahlen: Apple verkauft zum ersten Mal weniger iPhones

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Tim Cook
Tim Cook(© 2014 Apple)

Es ist der erste Umsatzrückgang seit 13 Jahren im Hause Apple. Im Vergleich zum Vorjahr schrumpfte der Umsatz von 58 Milliarden Dollar auf 50,6 Milliarden Dollar. Die Börse reagierte auf die Zahlen wie erwartet mit einem Einbruch. Die Apple-Aktie sank um 5,5 Prozent.

Dieser Einbruch ist darauf zurückzuführen, dass Apple zum ersten Mal seit der Einführung des iPhone im Jahr 2007 weniger Smartphones als im Vergleichsquartal des Vorjahres verkauft hat. Im gerade abgelaufenen zweiten Geschäftsquartal gingen "nur" 51,2 Millionen iPhones über die Ladentheke - 10 Millionen und damit 16 Prozent weniger als noch vor einem Jahr.

Immerhin gingen die iPad-Verkäufe mit 10,2 Millionen weniger stark zurück als erwartet. Analysten prophezeiten nur 9,7 Millionen Geräte. Mit knapp vier Millionen verkaufter Macs blieb Apple nur leicht hinter den Erwartungen zurück. Doch wie es um die Verkaufszahlen der Apple Watch steht, hütet das Unternehmen weiter als Geheimnis.

Was beutet das jetzt?

Wenn wir das Thema mal ganz nüchtern betrachten, bedeutet das eigentlich nur, dass Apple zehn Millionen iPhones weniger als vor einem Jahr verkauft hat. Apple war darauf vorbereitet. Sie haben ihre Investoren vorgewarnt. Die niedrigeren Umsatzerwartungen von 50-53 Milliarden Dollar, wie Apple sie voraussagte, wurden bestätigt. Und Gewinn erwirtschaftete Apple immer noch: Mit 10,5 Milliarden Dollar immer noch eine Summe, von der andere Firmen nur träumen können.

Außerdem sollte man beim Betrachten der Quartalszahlen nicht außer Acht lassen, dass der Markt im Smartphone-Bereich gesättigt ist. Aktuelle Geräte haben viel mehr Leistung, die neuen legen nicht genug obendrauf - also werden alte iPhones erst später ausgetauscht und nicht wie früher bei nahezu jedem neuen Modell.

Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete unter Berufung auf Aussagen einiger Analysten, dass Apple auch in den nächsten beiden Quartalen mit einem rückgängigen iPhone-Absatz rechnen müsse.


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