Reingefallen: Livr, das soziale Netzwerk für Betrunkene

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Livr: Zu schön (getrunken), um wahr zu sein
Livr: Zu schön (getrunken), um wahr zu sein(© 2014 Vimeo/LIVR)

Alkoholtest statt Login: Im Video zu Livr müssen Nutzer zunächst ins Röhrchen pusten, um die Party-App überhaupt starten zu können. So skurril dieses Konzept sein mag, entpuppte es sich doch als realistisch genug, dass eine Reihe renommierter Webseiten den professionell inszenierten Scherz für voll nahmen. Unterhaltsam sind die Ideen hinter der App allemal.

Livr nimmt Party-Klischees aufs Korn, indem sie zu Features des fiktiven sozialen Netzwerks verdreht werden. Aus dem betrunkenen Gespräch mit irgendwelchen Fremden wird beispielsweise eine Funktion namens Drunk Dial. Damit ruft Ihr einen zufälligen Livr-Nutzer an und an könnt alkoholgetränkte Weisheiten und Geschichten austauschen.

Je höher der Pegel, desto mehr Features

Das Konzept wird noch abstruser: Mit steigendem Blutalkohol des Nutzers schaltet Livr mehr Funktionen frei – etwa eine Crowdsourcing-Variante von "Wahrheit oder Pflicht". Die Idee ist, dass Livr-User hier Fragen und Aufgaben für andere Anwender einstellen können, die mit Punkten honoriert werden.

Auch die Suche nach der besten Party ist im Konzept von Livr berücksichtig worden. Dank des zum Login erforderlichen Alkoholtests zeigt der Party-Guide der fiktiven App nicht nur an, wo sich die meisten anderen Livr-Nutzer befinden, sondern auch wie betrunken sie sind. Für jeden Pegel findet sich so der richtige Ort. Und damit’s am nächsten Morgen nicht peinlich wird, kann Livr mit einem Blackout-Button alles vergessen machen – wenn die App denn nicht nur ein gelungener Scherz wäre.

Wie Gizmodo herausgearbeitet hat, stecken hinter dem Ganzen Brandon Bloch und Brandon Schmittling – zwei kreative Köpfe, die schon für einige namhafte Kunden gearbeitet haben. Dank ihrer Erfahrung in der Medienbranche konnten die beiden ihren Streich auf authentische Weise inszenieren: Von der Idee, über die Webseite und das Video, bis hin zum Pressetext sieht alles nach der typischen Handschrift einer guten Start-up-App aus. Gizmodo enttarnte den Scherz frühzeitig und verwies dabei sicherlich nicht ohne Schadenfreude auf einige namhafte Konkurrenten, die den Spaß geschluckt haben.


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