Sicherheitslücke: Android von Version 2.2 bis Lollipop betroffen

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Das Sicherheitsleck "Stagefright" soll für Android schlimmer als "Heartbleed" sein
Das Sicherheitsleck "Stagefright" soll für Android schlimmer als "Heartbleed" sein(© 2015 CC: Flickr/michael.speigner, CURVED Montage)

Schwere Sicherheitslücke im Betriebssystem Android: Das Unternehmen Zimperium hat offenbar ein Leck entdeckt, das insgesamt knapp 95 Prozent aller Geräte mit Android betreffen soll. Um die Lücke namens "Stagefright" auszunutzen, reicht es anscheinend aus, eine MMS zu versenden.

Diese muss vom Empfänger nicht einmal geöffnet werden, damit die Angreifer Zugriff auf das System erhalten, berichtet NPR. Die einzige Voraussetzung sei die Kenntnis der Telefonnummer des Opfers. Der schädliche Code würde bereits auf dem Android-Gerät installiert, "bevor der Sound ertönt, dass eine Nachricht eingegangen ist", beschreibt Joshua Drake von Zimperium die Funktionsweise von Stagefright. Darin bestünde auch die größte Gefahr: dass der Nutzer des infizierten Gerätes dies nicht einmal mitbekomme.

Keine Möglichkeit für Nutzer, sich zu schützen

Die Sicherheitslücke Stagefright könne auf beinahe allen Android-Versionen ausgenutzt werden: von Version 2.2 Froyo bis hin zur aktuellen Version 5.1 Lollipop. Joshua Drake habe Google bereits im April auf Stagefright hingewiesen und sogar einige Patches an das Unternehmen geschickt, mit denen die Bugs ausgeräumt werden könnten.

Angesichts der langen Zeiträume, die es dauert, bis alle Hersteller ihre Geräte mit Updates versehen, ist Drake eher pessimistisch, was das Stopfen des Lecks angeht. Laut seiner Schätzung könnten nur ungefähr 50 Prozent aller Geräte überhaupt gegen Stagefright geschützt werden. Googles Sicherheitschef gab an, dass die Smartphone-Hersteller informiert seien und auch bereits benötigte Software erhalten hätten, um gegen Stagefright vorzugehen. Bis die Updates aber tatsächlich auf den Geräten ankommen, kann es eine Weile dauern. Viele Hersteller und Mobilfunkanbieter hätten gar nicht die Mittel, um alle ihre Geräte kontinuierlich mit Updates zu auszustatten. Zimperium will die Sicherheitslücke auf der Konferenz Black Hat präsentieren, die im August 2015 in Las Vegas stattfindet.


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