Snapdragon 810 im OnePlus 2: Mit Heatpipe und Software gegen Überhitzung

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OnePlus will den Snapdragon 810 im OnePlus 2 kühl halten.
OnePlus will den Snapdragon 810 im OnePlus 2 kühl halten.(© 2015 OnePlus, CURVED Montage)

Es ist ein gewagter Schritt von OnePlus, im OnePlus 2 den Snapdragon 810 zu verbauen. In anderen Smartphones hat der Prozessor große Probleme mit der Hitzeentwicklung. OnePlus will das unter anderem mit Hilfsmitteln verhindern, die das Gerät allerdings dicker und schwerer als seinen Vorgänger machen.

Gegenüber dem Snapdragon 810 im HTC One M9 hat Qualcomm an der Version 2.1, die im OnePlus 2 steckt, drei Änderungen vorgenommen. Das OxygenOS soll ebenfalls seinen Teil dazu beitragen, dass die Hardware nicht zu heiß wird. Im Detail:

Weniger Takt, mehr Kupfer, aber auch mehr Gewicht

Es klingt merkwürdig, aber ein ausgereifteres Fertigungsverfahren sorgt dafür, dass der Adreno 430-Grafikprozessor des Snapdragon 810 v2.1 mit 630 Megahertz und nicht mehr nur 600 Megahertz getaktet ist. Diese Veränderung wird aber so gut wie keine Auswirkung auf die Hitzeentwicklung haben. Spürbarer dürfte da schon sein, dass die vier Cortex-A57-Kerne des neuen Snapdragon 810 nur noch mit 1,8 Gigahertz getaktet sind - bei der ersten Version waren es 2,0 Gigahertz. Ob die vier Cortex-A53-Kerne des Octacore-Prozessores weiterhin mit 1,5 Gigahertz takten, verrät OnePlus bisher nicht.

Normalerweise reicht eine Kupferfolie aus, um die Hitze vom Prozessor abzuleiten. Im OnePlus 2 steckt dagegen gleich eine Heatpipe aus Kupfer, die schon deutlich dicker als eine Folie ist und mehr Hitze aufnehmen kann. Sie dürfte auch mit ein Grund sein, warum das Smartphone dicker und schwerer geworden ist. Zum Vergleich: Das OnePlus One kam mit Abmessungen von 152,9 x 75,9 x 8,9 Millimetern auf ein Gewicht von 162 Gramm, das OnePlus 2 misst 151,8 x 74,9 x 9,85 mm und wiegt 175 Gramm.

Betriebssystem versucht, die Last niedrig zu halten

Neben den Anpassungen an der Hardware versucht OnePlus auch den Snapdragon 810 v2.1 mit Hilfe von Software kalt zu halten. Das OxygenOS verlagert, soweit möglich, die Arbeit auf die langsameren A53-Kerne. Falls diese nicht ausreichen, versucht es, keine nebeneinander liegenden A57-Kerne zu stark zu belasten und so am Ende die Bildung von Hotspots zu verhindern.

Ob diese Veränderungen am Snapdragon 810 v2.1 dafür sorgen, dass er nicht mehr übermäßig heiß läuft, können wir noch nicht beurteilen. Dafür muss sich das OnePlus 2 erst einmal im Praxis-Test beweisen.


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