Spam-Welle unter iMessage: So schützt Ihr Euer iPhone

Unfreiwillig zugespammt: iPhone-Besitzer im Visier von Kriminellen
Unfreiwillig zugespammt: iPhone-Besitzer im Visier von Kriminellen(© 2014 CC: Flickr / epSos.de)

Spam, das ist eigentlich unzertrennlich mit der E-Mail verbunden. Doch längst nutzen Kriminelle auch SMS - und in jüngster Zeit vermehrt auch Apples iMessage.

Tatsächlich ist der Messengerdienst aus Cupertino das Ziel einer großangelegten Spam-Kampagne in New York geworden. Laut Cloudmark waren 47 Prozent aller versandten Kurznachrichten über iMessage verschickt worden. Der betreffende Account hatte versucht, die Nutzer mit extrem günstigen Preisen für Sonnenbrillen zu locken.

Spam einfach an Apple weiterleiten

Nun kann man dieselben Ratschläge geben, die für jegliche Art von Spam gelten: ignorieren, nicht zu gutgläubig sein, löschen. Allerdings bietet iOS noch mehr Möglichkeiten an - etwa das Blocken der Kontakte, die Euch zuspammen. Klickt dazu in iMessage einfach auf die Kontaktinfo und dann auf "Anrufer sperren". Fortan erhaltet Ihr keinerlei Nachrichten mehr von diesem Kontakt.

Wem das noch nicht reicht, der kann außerdem noch den Kontakt an Apple weiterleiten. Dazu schickt Ihr eine Mail mit Screenshot und den Kontaktdaten des Spammers an an imessage.spam@icloud.com. Das kann dabei helfen, nicht nur Euer Spam-Problem, sondern auch das vieler anderer iMessage-Nutzer zu lösen.

Nun war die aktuelle Spam-Aktion vor allem auf iPhone-Besitzer in Los Angeles, San Diego, Miami und New York City ausgerichtet. Allerdings zeigt der Vorfall auch, dass iMessage längst ein beliebtes Ziel von Cyberkriminellen geworden ist. Da ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch in Deutschland die Zahl der Fälle von Spam-Opfern zunimmt.

Wie so oft gilt: Die größte Sicherheitslücke sitzt meist vor dem Bildschirm - und wenn es nur Euer Smartphone-Display ist. Gebt Euer Kontakdaten nur an vertrauenswürdige Anbieter weiter und schärft das Bewusstsein Euer Freunde und Kollegen für Datenschutz. Wer eine App von zwielichtigen Betreibern installiert, gibt schnell unbemerkt Zugriff auf sein komplettes Telefonbuch und damit auf sensible Daten anderer Personen.


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