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Stalking-Gefahr durch AirTags? Android-Nutzer haben Pech gehabt

AirTags
AirTags (© 2021 Apple )

Apple sorgte mit der Veröffentlichung der AirTags für frischen Wind auf dem Markt der Suchetiketten. Abgesehen von den positiven Reviews kamen schnell Bedenken auf, wonach die kleinen Gadgets zum Stalking missbraucht werden können. Der Selbstversuch eines Journalisten zeigt, wie einfach es geht.

Der US-Journalist Geoffrey Fowler (Washington Post) hat die AirTags zusammen mit seinem Kollegen Jonathan Baran getestet. Genauer gesagt ging es darum, die Missbrauchsmöglichkeiten des Suchetiketts auszuloten. Fowler trug den AirTag von Baran dazu eine Woche lang im Rucksack mit sich, um Stalking zu simulieren. Das vorweggenommene Fazit der Journalisten lautet: Die Apple-Suchetiketten sind eine preisgünstige und wirksame Lösung, um andere Menschen auszuspionieren. Apples Schutzfunktionen vor Stalking seien zwar größtenteils besser als bei anderen Bluetooth-Trackern, aber trotzdem nicht ausreichend.

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Wie AirTags vor Stalking schützen sollen

Fowler geht im dazugehörigen Artikel auf die Details seiner Woche als "Stalking-Opfer" ein. Während Baran jederzeit sehen konnte, wo sich Fowler aufhält, bekam der Journalist einige Warnhinweise von dem Suchetikett. AirTags sind so konzipiert, dass sie anderen Personen ihre Anwesenheit automatisch mitteilen, wenn der eigentliche Besitzer der Suchetiketten längerer Zeit nicht in der Nähe ist. So sollen Spionageversuche unterbunden werden. Auf den iPhones der potenziellen Stalking-Opfer erscheinen etwa entsprechende Hinweise. Zudem spielen die AirTags nach drei Tagen ohne Anwesenheit des eigentlichen Besitzers einen Ton ab.

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Apples Schutzmaßnahmen lückenhaft

Der Einschätzung von Fowler zufolge weisen Apples Schutzmechanismen große Lücken auf. Die Smartphone-Warnhinweise seien beispielsweise nur auf iPhones zu sehen. Android-Nutzer haben schlicht Pech gehabt. Zudem habe Apple einen zu langen Zeitraum bis zum Abspielen des Warntons gewählt. Stalker könnten sich innerhalb von drei Tagen immer mal wieder in der Nähe ihrer Opfer aufhalten, um den Signalton zu unterbinden – zumal sie jederzeit über deren Standort Bescheid wissen.

Darüber hinaus spiele der AirTag den Warnton nur für 15 Sekunden ab und bleibe danach wieder stundenlang stumm. Die Lautstärke sei mit rund 60 Dezibel nicht allzu hoch – und lasse sich mit einfachen Maßnahmen noch weiter herunterfahren. Wer die AirTags zum Beispiel in mehrere Lagen Stoff einwickle und unauffällig in einem Rucksack oder einer großen Handtasche platziere, verringere die Hörbarkeit der Suchetiketten deutlich. Es bleibt abzuwarten, ob Apple die Schutzfunktionen der AirTags in Zukunft ausweitet.

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