Streamingdienst Tidal erhöht hinterrücks die Preise

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Mit großen Namen gestartet: Jay-Z's Streamingdienst Tidal
Mit großen Namen gestartet: Jay-Z's Streamingdienst Tidal(© 2015 CC: Flickr/Barack Obama, CURVED Montage)

Läuft nicht für Jay-Z und seinen ambitionierten Streamingdienst Tidal: Wie CURVED in Erfahrung bringen konnte, erhöht das Unternehmen schon nach einem Monat die Preise -  inoffiziell.

Denn auf der Webseite ist von der Preiserhöhung bislang nichts zu lesen - auch in den diversen Social-Media-Kanälen äußert sich Tidal nicht zu der Änderung. Dort werden weiterhin 19,99 Dollar für die Hifi-Version des Streaming-Abos mit Lossless-High-Quality-Sound ausgelobt. Wer allerdings per In-App-Kauf über seinen iTunes-Account bezahlt, bekam nun folgende Mail:

“Wir wurden davon in Kenntnis gesetzt, dass sich der Preis Ihres TIDAL HIFI-Abos (Laufzeit: 1 Monat(e)) von 19,99 € auf 25,99 € erhöht hat. Diese Preiserhöhung tritt erst für die nächste Laufzeit in Kraft, und hat keinen Einfluss auf den Preis ihres derzeitigen Abos. Die automatische Verlängerung Ihres Abos wurde deaktiviert.”

Wer die automatische Verländerung des Abos zum höheren Preis aktivieren will, muss sich erst wieder einloggen.

Diese Preiserhöhung geht mit einer kuriosen Twitter-Tirade des Rap-Moguls einher, bei der sich Jay-Z als Opfer einer “Schmierenkampagne” inszenierte. Unter dem Hashtag #Tidalfacts erklärte der Ehemann von Beyoncé, dass man erst seit einem Monat im Geschäft sei. Dafür seien 770.000 zahlende Abonnenten ein guter Anfang. Ferner bittet Jay-Z um mehr Zeit, zu wachsen.

Ob das hilft? Spotify mit nach eigenen Angaben 60 Millionen Nutzern und 15 Millionen zahlenden Abonnenten wirkt übermächtig. Während der Konkurrent weiterhin zu den Top-Downloads in den Appstores zählt, landete Tidal schnell auf den hinteren Rängen.

Viele Nutzer kritisierten bereits die hohen Preise mit dem Argument, man könne bereits für 7,99 Dollar über Netflix Serien und Filme streamen, aber für Musik-only-Flatrate würde Tidal einen weitaus höheren Preis aufrufen.

Mit der jüngsten Anhebung des Abo-Preises nach nur einem Monat dürfte es für den Rookie unter den Streamingapps nicht gerade einfacher werden, in Konkurrenz zu den Big Playern im Markt zu treten.


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