Streamt Microsoft Xbox One-Spiele bald auf Tablets?

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Spiele wie Halo könnten auf jedes Endgerät mit einem Browser gestreamt werden
Spiele wie Halo könnten auf jedes Endgerät mit einem Browser gestreamt werden(© 2014 Halo)

Streaming von Videospielen ist schon seit einigen Jahren ein Thema, mit dem sich große Hersteller wie Sony beschäftigen. Nach den früheren Gerüchten, Microsoft würde den Anbieter Onlive kaufen, heißt es nun, dass das Unternehmen aus Redmond einen eigenen Streaming-Dienst entwickle und bereits äußerst beeindruckende Ergebnisse erzielt habe.

Demnach soll Microsoft es geschafft haben, Spiele von seinen Konsolen Xbox 360 und Xbox One mit 60 Bildern in der Sekunde von eigenen Servern aus in Browser-Anwendungen zu streamen. Beim Streaming von Titeln, die der älteren Konsole entstammen, soll innerhalb des Browserfensters sogar das Xbox Dashboard unterstützt werden. Keine Rolle spiele laut dem Bericht von Neowin, ob Empfänger Microsofts eigenen Internet Explorer verwenden würden, oder lieber einen anderen Browser wie Google Chrome. Auch stehe so praktisch jedes Endgerät zur Verfügung, das nur über einen Webbrowser verfügt. Microsoft könnte so Xbox One Spiele direkt an Besitzer eines Apple iPad Air, eines Microsoft Surface Pro 3 oder eines Google Nexus 7 streamen, die für eine bessere Spielkontrolle höchstens noch einen externen Controller benötigen würden.

Streaming könnte den Spielemarkt revolutionieren

Sollte Microsoft oder ein anderes Unternehmen es schaffen, das Streaming von Videospielen über das Internet marktreif zu machen, dann könnte dies den kompletten Markt verändern. Da Streaming im Grunde nur einen schnellen Zugang zum Internet, einen Bildschirm und einen Controller benötigt, wären Videospiele überall möglich. Eine eigene leistungsstarke Konsole oder ein vergleichbar ausgestatteter Computer würden nicht mehr benötigt.

Gleichzeitig könnte das Streaming-System selbst, bei dem keinerlei Installation auf dem Endgerät des Spielers erfolgt, die Art verändern, wie Videospiele bezahlt werden. Alternativ zum Verkauf eines Titels, könnte auch Streaming-Zeit für einen deutlich günstigeren Betrag angeboten werden, was diejenigen begeistern könnte, die nur wenig spielen und dafür nicht jedes Mal tief in die Tasche greifen möchten.


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