Studie: Twitter gefährdet die Beziehung

Konfliktpotenzial Twitter: Die Nutzung kann zu Beziehungsproblemen führen, sagen Wissenschafter.
Konfliktpotenzial Twitter: Die Nutzung kann zu Beziehungsproblemen führen, sagen Wissenschafter.(© 2014 CC: Flickr/ashraful kadir, CURVED Montage)

Wissenschafter haben untersucht, wie sich Microblogging auf das Privatleben auswirkt. Sogar zu Scheidungen kann demnach die regelmäßige Nutzung des Social Media-Kanals führen.

Twitter als Streitthema

Wer besonders aktiv auf Twitter ist, setzt seine Beziehung aufs Spiel. Das geht zumindest aus einer neuen Umfrage hervor. Je aktiver ein Nutzer auf dem Portal ist, desto größer sind die Chancen für Probleme im Privatleben.

An der Studie der University of Missouri nahmen 514 Personen teil. Die Befragten gaben an, wie oft sie mit ihren Beziehungspartnern wegen der Nutzung der Kurznachrichtenplattform Streit haben. "Aktive Twitter-Nutzung führt zu mehr Twitter-bezogenen Konflikten zwischen Partnern, welche in Untreue, Trennung und Scheidung enden können", resümiert Studienautor Russell Clayton.  Die durchschnittliche Nutzungszeit des Social Media-Dienstes lag übrigens bei 52 Minuten täglich, fünf Tage die Woche.

Stoff für Sozialforschung

Die in der Publikation "Cyberpsychology, Behavior, and Social Networking" veröffentlichte Umfrage ist nicht die erste ihrer Art. Studienautor Clayton hat darin vergangenes Jahr schon die Auswirkungen von Facebook-Nutzung auf das Liebesleben untersucht. Dabei stellte sich heraus, dass die Online-Darstellung und zweideutige Statusbeiträge zu Eifersucht und anderen Beziehungsproblemen führen.

Die Erforschung von Social Media und dessen Einfluss auf das Privatleben stecke jedoch noch in den Kinderschuhen. Es sei noch viel mehr wissenschaftliche Arbeit notwendig. Der Sozialforscher schlägt als nächstes eine Instagram-Analyse vor.


Weitere Artikel zum Thema
Hacker kapern Insta­gram-Konten: So schützt ihr euch
Francis Lido
Instagram-Nutzer sollten derzeit vorsichtig sein
Hacker haben offenbar Profilbilder und E-Mail-Adressen ausgetauscht. Instagram äußerte sich bereits dazu und schlägt Sicherheitsmaßnahmen vor.
Skyr, Avocado, Nuss­mus und Co.: Was brin­gen die Fitness­foods wirk­lich?
Tina Klostermeier
Fitness-Feeds wimmeln nur so von Oats, Avocados, Skyr, Nussmus und Hummus. Aber brauchen Sportler das wirklich?
Glaubt man den Fitness-Feeds auf Instagram, dann dürfen diese fünf Fitnessfoods nicht fehlen: Oats, Avocado, Skyr, Nussmus und Hummus. Oder doch?
Studien zeigen, wie unge­sund Fitness-Influ­encer auf Insta­gram sein können
Tina Klostermeier2
Sixpack und Muskelberge das neue Schönheitsideal. Aber genauso wenig, wie in den 90ern jeder Model werden musste, muss hier jeder mithalten...
Wer sich regelmäßig durch die Fitness-Feeds auf Instagram scrollt, tut sich nicht unbedingt etwas Gutes, sondern kann seiner Gesundheit schaden.

Diese Website verwendet Cookies, um die Nutzerfreundlichkeit zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie dem zu. Um mehr über die von uns verwendeten Cookies zu erfahren und wie man sie deaktiviert, können Sie unsere Cookie-Richtlinie aufrufen.