Tizen: Interesse an Samsungs Betriebssystem schwindet

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Das erste Tizen-Smartphone wird für 18. Januar erwartet, ständige Verzögerungen sorgen jedoch für Skepsis.
Das erste Tizen-Smartphone wird für 18. Januar erwartet, ständige Verzögerungen sorgen jedoch für Skepsis.(© 2014 Samsung)

Der Launch des ersten Tizen-Smartphones verzögert sich seit Monaten. Entwickler haben deshalb keine Lust mehr, sich mit der Android-Alternative von Samsung zu beschäftigen. Ist das eigene Betriebssystem des Smartphone-Herstellers bereits vor dem Launch ein Flop?

Verzögerungen sorgen für Skepsis

Es war kein einfaches Jahr für Samsung. Neben dem Druck der Konkurrenz hat der Smartphone-Riese mit eigenen Entwicklungen zu kämpfen. Der Konzern will sich langsam von Google emanzipieren und mit Tizen eine Alternative zu Android einführen. Doch der Launch des ersten Smartphones wird seit Monaten aufgeschoben, und die Branche verliert mittlerweile das Interesse daran.

Entwickler sehen das Betriebssystem als Ableger von Android, allerdings ohne relevante Reichweite, berichtet Reuters. Auch Analysten schreiben dem Betriebssystem kaum Chancen zu, sich als Alternative durchzusetzen. Grund für die Skepsis sind unter anderem die ständigen Verzögerungen.

Tizen TV in Planung

Seit dieser Woche steht für das erste Tizen-Smartphone ein neuer Launch-Termin im Raum. Ab 18. Januar soll das erste Modell in Indien erhältlich sein, später auch in China. Zu dem Smartphone äußerte sich der koreanische Hersteller bislang nicht. Ein Manager kündigte vor einigen Tagen allerdings an, dass ein Tizen-TV-Gerät geplant ist. Auch hierzu gibt es allerdings noch keine Details.

Zudem versucht Samsung mit eigenen Apps, sich vom Android-Universum zu verabschieden. Keiner der eigenen Dienste war jedoch ein Hit. ChatOn, eine WhatsApp-Alternative, wird in Kürze wieder eingestellt. Eine Gefahr für den Konzern sind auch Billig-Hersteller, die auf Android setzen und immer mehr in den Markt drängen. Warum Samsungs Tage als Marktführer gezählt sind, seht Ihr auch in unserem CURVED-Jahresrückblick.


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